Text-Bild-Ansicht Band 253

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von den 3 Ofenthüren g aus im Gange erhalten wird, wobei nicht hoch aufgeworfen werden darf. Die im Feuerraume q erzeugten Feuergase werden von der überstehenden Kuppel lkl zusammengehalten und bei n eingeschnürt, von wo sie in dem engen Heizschachte o aufsteigen und sich nach allen Seiten vertheilen.

Wird beabsichtigt, in diesem Ofen Cement, Ziegelwaare, Röhren oder Topfgeschirr zu brennen, so werden nur die untersten Bögen k und l von Kalksteinen aufgeführt und deren Oberfläche mit kleinen Kalksteinen eben ausgeglichen, auf welche sodann die andere zu brennende Waare weitschichtig gesetzt aufgestellt wird. Im Nothfalle, wenn es an geeigneten Kalksteinen fehlt, können die Bögen lkl von Chamottesteinen aufgeführt werden, welche sodann für alle nachfolgenden Brände stehen bleiben.

Die Einsatzthüren sollen, um die groſse Schwächung des Ofens an einer Stelle zu vermeiden, auf den ganzen Umfang vertheilt werden.

L. Th. Leseigneur in Rouen (* D. R. P. Nr. 27055 vom 23. September 1883) will durch seine Ofenconstruction einen bequemen Zugang zu jedem Theile des Ofens dadurch erreichen, daſs sich zwei Einfüllöffnungen E und F (Fig. 1 und 2 Taf. 7) in der Vorderwand und eine dritte G gerade zwischen den beiden in der Hinterwand befindet. Die drei Feuerungen H sind durch Roste abgedeckt, auf welchen das zu brennende Material liegt. Die zur Ableitung der Verbrennungsprodukte dienenden Abzugsrohre J nehmen am unteren Ende die verschiebbaren, mit trichterförmigen Ansätzen versehenen Rohre e auf, welche beim Füllen und Entleeren des Ofens in die Höhe geschoben werden, um die Arbeiter nicht zu behindern, zu welchem Zwecke Oesen g angebracht sind, mittels deren man die Rohre e an den Haken j aufhängt.

In dem für die Ableitung der Kohlensäure bestimmten Rohre des Kalkofens der Duxer Zuckerfabrik bildete sich bei heiſserem Gange des Ofens ein Sublimat, welches das Ableitungsrohr mehr oder weniger verstopfte. Dasselbe hatte folgende Zusammensetzung:

Kohlensaures Calcium 34,97 Proc.
Calciumoxyd 18,61
Schwefelsaures Calcium 17,08
Schwefligsaures Calcium 1,65
Kieselsaures Calcium 6,10
Kohlensaures Kalium 1,12
Kohlensaures Natrium 16,78
Kohlensaures Lithium 0,69
Chlorcalcium 0,49
Thonerde und Eisenoxyd 2,54
Mangan, Magnesia u. dgl. Spur

Nach W. Gintl (Berichte der österreichischen chemischen Gesellschaft, 1884 S. 6) erklärt sich diese Bildung dadurch, daſs die betreffenden Metalle ursprünglich wenigstens zum gröſsten Theile in der Form von