Text-Bild-Ansicht Band 253

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nur geringen Widerstand bietet. Diese geringe Verzögerung gestattet dem Elektromotor M, sehr rasch zu laufen, wobei er in den Stromkreis des magnetischen Feldes eine elektromotorische Gegenkraft gibt und den erregenden Strom schwächt. Wird dagegen der Stomkreis 1-2, der Verbrauchstellen, geschlossen, so daſs der äuſsere Stromkreis von G durch sie geht, so nimmt der Widerstand dieses letzteren Stromkreises ab und eine gröſsere Elektricitätsmenge flieſst durch diesen, was die Magnetisirung des Magnetes A verstärkt, so daſs dieser der Drehung der Scheibe C vermehrten Widerstand entgegenstetzt; der Elektromotor M läuft in Folge dessen langsamer, die elektromotorische Gegenkraft im Stromkreise 3 nimmt ab und wird dadurch das magnetische Feld gekräftigt, woraus nothwendig eine vermehrte Stromerzeugung erfolgt.

Nach dem zweiten Vorschlage verändert Edison die Stärke des die Magnete M (Fig. 8 Taf. 9) eines Generators G erregenden Stromantheiles der jeweilig von dem Generator geforderten Leistungsfähigkeit entsprechend bei der Ein- bezieh. Ausschaltung von Verbrauchstellen in bezieh. aus dem Stromkreise des Generators. Die Gruppen von parallel geschalteten Verbrauchstellen L sind einestheils direkt von dem einen Hauptleiter 1 abgezweigt, während sie mit dem anderen Hauptleiter 2 indirekt und zwar gruppenweise durch entsprechende Einschalthebel S in Verbindung stehen. Die erregenden Windungen der Magnete M sind einestheils direkt mit dem Hauptleiter 1 durch eine Leitung 7 und anderentheils indirekt mit dem Hauptleiter 2 durch einen Leiter 3 mit Abzweigungen 8 bis 10, in denen Widerstände R, R1, R2 sich befinden, verbunden. Wenn keine Verbrauchstellen in Thätigkeit sind, geht ein Stromantheil durch den Zweigleiter 10 über 3 nach den Magneten M, dessen Wirkung auf letztere jedoch nur einen Verbrauchstrom entstehen läſst, welcher nicht ganz genügen würde, um eine Gruppe Verbrauchstellen in Thätigkeit zu setzen. Wird nun durch Drehen des Hebels S die erste Gruppe eingeschaltet, so wird gleichzeitig der Zweig 8 mit dem Hauptleiter 2 verbunden und es kann nun ein weiterer, dem Widerstände R entsprechender Stromantheil nach den Magneten gehen. Durch diese vermehrte Verbindung wird der Gesammtwiderstand in der Leitung nach den erregenden Magneten geringer und die durchgehende Stromstärke deshalb gröſser.

Ueber Neuerungen im Eisenhüttenwesen.

(Patentklasse 18. Fortsetzung des Berichtes Bd. 252 S. 243.)

Mit Abbildungen im Texte und auf Tafel 10.

Flammöfen. Die Siemens'sche Regenerativfeuerung will J. Henderson bei Puddel-, Schweiſs- und Schmelzöfen durch folgende nach dem Engineering and Mining Journal, 1883 Bd. 36 S. 285 beschriebene Einrichtung ersetzen.