Text-Bild-Ansicht Band 253

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Möglichst nahe an dem Flammofen C (Fig. 1 und 2 Taf. 10) mit ebenem Drehherde V steht der Generator A. Die durch den Trichter a aufgegebene Kohle gelangt zuerst in einen eisernen Cylinder r und wird hier entgast; die Gase durchdringen die Kohle nach unten und gelangen mit den Generatorgasen in den Abzug B. Die Verbrennungsluft wird dem Generator durch das Rohr h und die Düsen i zugeführt und zwar mittels einer Balancier-Gebläsemaschine bei N, von welcher der Wind, nachdem derselbe den Windregulator P durchzogen hat, mittels des Rohres y zum Generator gelangt. Die Brennmaterialasche wird durch Zuschlag einer entsprechenden Menge von Kalk geschmolzen und bei d abgezogen. Die Generatorgase mischen sich in dem Kanale B innig mit senkrecht darauf treffenden heiſsen Luftströmen und gelangen dann in den Flammofen C. Die betreffende Gebläseluft gelangt von der Balancier-Gebläsemaschine J nach dem Windregulator K und dann in das Rohr L. Von hier wird die Luft durch die Winderhitzungsrohre S geführt, welche zur Seite des Feuerkanales des Dampfkessels O angeordnet sind. Das Rohr S mündet in das mit Wärmeschutzmaterial umgebene und nach dem Kanäle B führende Rohr T.

Durch eine derartige Luftvertheilung hat es der Arbeiter in der Hand, im Ofen C eine neutrale, eine oxydirende oder eine reducirende Flamme zu erzeugen. In den beiden ersten Fällen gelangen die Abgase ohne weiteres durch den Fuchs D in den Vorherd E und von hier unter den Dampfkessel O. Im Falle noch unverbrannte Gase in den Abzugsgasen vorhanden sind, wird bei x erhitzte Luft in den Kanal D eingeblasen; dieselbe wird durch das Rohr c aus dem Rohre T entnommen und in den Seitenwänden des Herdes E erhitzt.

Der Herd V ruht auf einer Drehscheibe, welche durch Wasserdruck gehoben und gesenkt werden kann. Die Abdichtung des Herdes gegen den festen Ofenkörper wird durch einen Sandverschluſs bewirkt. Der Herd macht in der Minute 3 bis 4 Umdrehungen. Die Drehscheibe des Herdes ruht auf einem Zapfen des Hebekolbens, so daſs, wenn dieser gesenkt wird, bis die Drehscheibe auf 4 Rädern ruht, diese zur Seite gezogen werden kann.

Ein derartiger Ofen mit einem Fassungsvermögen des Herdes von 2t,5 ist in Belle-Fonte in Betrieb genommen worden und sollte mit einer Siemens'schen Regenerativanlage in Vergleich gestellt werden. Der Henderson'sche Ofen bedurfte zum Anzünden, Anblasen und Begichten mit Gaskohle bis zum Punkte, wo der Boden des Herdes hergestellt werden konnte, 16 Stunden. Die Herstellung des Bodens, das Einschmelzen des Einsatzes und das Abstechen nahmen dann noch 28 Stunden in Anspruch. Der Siemens'sche Regenerativofen dagegen brauchte allein zur Anheizung 48 Stunden, dann noch 48 bis 72 Stunden zur Herstellung des Bodens. Um nun eine Post, bestehend aus 50 Proc. Roheisen, 50 Proc. Schmiedeisen und Abfall, in einen niedrig gekohlten