Text-Bild-Ansicht Band 253

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bestellt aus sehr fest zusammengenieteten Stahlplatten. Der Feuerrost hat eine selbstthätige Aufgebevorrichtung. Der erste Ofen hat während 6 Monaten so gute Betriebsresultate ergeben, daſs zur Zeit weitere errichtet werden.

Sehr viele Schwierigkeiten machten die Halsringe an den Enden des rotirenden Cylinders. Da sie einer häufigen Abkühlung und Wiedererhitzung, nebenbei auch noch der Reibung in ungeschmierten Lagern ausgesetzt waren, so rissen sie oftmals, was ein Eindringen des durch dieselben flieſsenden Kühlwassers in den Ofen zur Folge hatte. Zur Beseitigung dieser Uebelstände sind schon 25 verschiedene Constructionen, sowohl in Schmiedeisen als Guſseisen, ersonnen und versucht worden. Andererseits machten die beim Aufhören des Betriebes durch Schrumpfen im Futter entstehenden Risse sehr viel zu schaffen. Als einzigstes Mittel dagegen haben sich conische Uebergänge an den Enden des Cylinders bewährt. Würden diese nicht angewendet, so würden beim Wiederbeginne des Betriebes die stärksten Anker und Bolzen aus einander getrieben.

Alle diese innerhalb 10 Jahren vorgenommenen Verbesserungen haben es möglich gemacht, mit einem Dänischen Puddelofen direkt vom Hochofen 10 bis 12t Eisen in 12 Stunden zu verarbeiten und zwar zu einem Eisen von besserer Güte als das in Handpuddelöfen dargestellte. (Vgl. auch Tahon 1873 209 189. Tunner 1874 213 123.)

Böller zum Reinigen der Winderhitzungsapparate. Zur Beseitigung des Staubes, welcher sich nach und nach in den Durchzügen der Cowper'schen Apparate ablagert, erweist sich am zweckmäſsigsten die Erregung einer starken Lufterschütterung, welche die Staub- und Rufsmassen zu Falle bringt. Zu diesem Zwecke werden von Cowper Schüsse aus einem Böller durch eine Seitenöffnung in den Apparat hineingefeuert. Vortheilhafter erscheint es nach J. Ellison von den Ebbw Vale Iron Works den Böller in lothrechter Stellung zur Anwendung zu bringen, weil alsdann der Schuſs in der Richtung der Luftwege und nicht rechtwinkelig zu denselben erfolgt, wie im ersten Falle.

Textabbildung Bd. 253, S. 122

Die beigegebene Figur zeigt die Anordnung dieses Apparates. Der Böller selbst ist aufrecht auf einer Art Laffette befestigt, mit welcher er bequem an Ort und Stelle gebracht werden kann. Das Abfeuern erfolgt mittels einer von Ch. Wood in Middlesborough angegebenen Zündvorrichtung. Vor dem Zündkegel a befindet sich ein Rohr b, in welchem ein Bolzen leicht verschiebbar ist. Wird dieser Bolzen durch kräftiges Einblasen von Luft in das Rohr b durch den Gummischlauch c nach vorn