Text-Bild-Ansicht Band 253

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getrieben, so trifft derselbe auf das auf den Kegel a aufgesetzte Zündhütchen und veranlaſst so die Entzündung des Schusses. Die Pulverladung beträgt 140 bis 170g, auf welche ein Besatz von Schlackenwolle kommt. 12 Schüsse aus diesem Apparate sollen dieselbe Wirkung haben als 30 nach der älteren Weise wagerecht abgefeuerte.

Holzaschenkokes. Bekanntlich wird bei gleicher Beschickung in einem mit Holzkohlen betriebenen Hochofen ein von Phosphor und Silicium freieres Eisen hergestellt, als in einem mit Kokes betriebenen Hochofen. Siegfr. Stein in Bonn (Erl. D. R. P. Nr. 25241 vom 1. März 1883) schreibt dies dem Unterschiede der Aschen von Holzkohlen und Kokes zu und schlägt deshalb zur Ausgleichung desselben vor, die Aschenbestandtheile beider Brennmaterialien durch entsprechende Zuschläge gleichwerthig zu machen. Zu diesem Zwecke muſs zunächst die Menge und dann die Zusammensetzung der in den betreffenden Kokes enthaltenen Asche durch Analyse bestimmt werden. Durch Rechnung ist nun festzustellen, ob und wie viel in dieser Asche an Kali, Natron, Kalk und Magnesia fehlt, bezieh. wie viel von diesen Stoffen durch Baryt ersetzt werden kann. Den zu verkokenden Kohlen werden dann entsprechende Zusätze hinzugefügt, so daſs die fertigen Kokes eine Asche ergeben, welche vollkommen der der Holzkohlen gleich ist. Dabei ist auf möglichste Zerkleinerung und innige Mischung der Steinkohlen und der Zuschläge Bedacht zu nehmen. Man erreicht dies am besten durch Knetmaschinen, Schleudermühlen u.s.w. Es ist ferner darauf zu sehen, daſs die Kohlen möglichst rein und von Asche frei sind, damit man um so kleinere Mengen Zusätze bedarf und in Folge dessen auch in Bezug auf die Menge der Asche der der Holzkohlen nahe kommt. Die Alkalien und alkalischen Erden, welche als Zuschläge besonders in Betracht kommen, werden entweder in Pulverform, oder gelöst den Kohlen zugesetzt, letzteres besonders bei Anwendung von kohlensaurem Kali und Natron. Kohlensaurer Kalk, Magnesia, Kalkmagnesia, bezieh. Baryt werden entweder roh, oder gebrannt und gemahlen mit den Kohlen gemischt. Man kann dieselben jedoch vorher auch ablöschen, oder mit Wasser zu einem Breie anrühren.

Apparate zum Entfetten von Knochen.

Patentklasse 23. Mit Abbildungen auf Tafel 10.

Zum Entfetten der Knochen mittels Schwefelkohlenstoff o. dgl. füllt W. Schneider in Lehrberg bei Ansbach (* D. R. P. Nr. 26687 vom 21. April 1883) den Behälter A (Fig. 11 Taf. 10) mit Knochen, drückt das Lösungsmittel aus dem Kessel C durch ein Rohr y hinein und läſst in die Schlange d Dampf eintreten. Sobald die entwickelten Dämpfe des Lösungsmittels nach B übergehen, wird der Dampf von d abgesperrt, worauf man die Hähne k und l öffnet. Das noch übrige flüssige Lösungsmittel, z.B. Benzin, tritt mit dem gelösten Fette durch Rohr o in das Gefäſs G. Sobald die Dampfschlange m davon bedeckt ist, läſst man Dampf eintreten. Die entwickelten Benzindämpfe gehen durch Rohr n nach dem Apparate A, durchziehen die Knochen und gehen durch Rohr a in den Kühler B. Das verflüssigte Lösungsmittel sammelt sich im Behälter E und gelangt durch Hähne e in die Gefäſse F. Von hier wird die Flüssigkeit durch Röhren v oder w nach Oeffnen der Hähne in die Brauseröhre c des Apparates A gedrückt. Dabei wird die Einleitung von Benzindämpfen aus dem Behälter G nicht unterbrochen, so daſs sich ein Kreisprozeſs