Text-Bild-Ansicht Band 253

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die in die Trommel eingegebenen Stoffe fest an der Siebwandung der Trommel zusammengedrückt und die in die Trommel laufenden Flüssigkeiten kräftig und überall gleichmäſsig durch dieselben gepreſst. Wird die Flüssigkeit dann in dem die Siebtrommel umgebenden Mantel aufgefangen, durch eine Pumpe hochgehoben und wieder in die Trommel geleitet, so ist auch hier ein vollkommener Kreislauf hergestellt.

Um bei so benutzten Schleudermaschinen zu verhindern, daſs die Flüssigkeit die eingelegten Stoffe zu schnell durchdringe, hat Osw. Fischer in Göppersdorf (* D. R. P. Nr. 22674 vom 31. Oktober 1882) die Siebtrommel mit einer besonderen Einrichtung versehen. Wie Fig. 11 und 12 Taf. 9 zeigt, hat die Siebtrommel T in der Mitte einen Siebcylinder R, der entweder in einer Spirale w zum Trommelmantel ausläuft (Fig. 11), oder von dem aus mehrere gebogene Siebwände w nach dem Trommelmantel ausgehen und dadurch den Fassungsraum der Trommel in mehrere Räume theilen. Durch die Rohre r kann die Flüssigkeit zutreten. Die Einrichtung ist nur für das Behandeln von Stoffen mit Bleichflüssigkeit berechnet, indem durch die Zwischenwände die Flüssigkeit länger in den Stoffen bleibt; doch dürfte sie auch für andere Zwecke Benutzung finden können. Die Beschickung der Trommel ist allerdings dann wegen der leicht möglichen Ungleichheit mit besonderer Aufmerksamkeit vorzunehmen.

Die Einrichtung an Schleudermaschinen zur verlustfreien Ausnutzung der Farbflüssigkeiten von C. A. Moritz Schulze in Crimmitschau (* D. R. P. Nr. 24433 vom 11. März 1883) bezieht sich nur auf solche mit Betrieb oberhalb der Siebtrommel, indem durch einen am Boden der Siebtrommel auſsen angebogenen Rand die Flüssigkeit durch die dadurch entstehende, mit Luft gefüllte Glocke verhindert wird, zu dem Fuſslager zu gelangen, sich mit dem Oele desselben zu verunreinigen und dadurch unbrauchbar zu werden.

Bei der gewöhnlichen Behandlung eines Gewebes beim Färben, wo dasselbe durch das Farbebad gezogen wird, wird das letztere nach und nach an Farbstoff ärmer und die Färbung an beiden Enden des Gewebes ist keine gleichmäſsige. Wird das Gewebe auf einmal in das Bad getaucht, so entstehen durch die sich bildenden Falten ebenfalls ungleich gefärbte Stellen. Ein Verfahren, welches diese Uebelstände vermeidet, ist von der Société anonyme des teintures et apprêts de Tarare (Oesterreichisches Patent vom 20. November 1883) angegeben. Dasselbe gibt jeder Stelle des Gewebes die gleiche bestimmte Menge Farbflüssigkeit. In dem behufs des Erwärmens doppelwandigen Behälter A (Fig. 13 Taf. 9) befindet sich die Farbflüssigkeit und gelangt durch einen Hahn B in den Trog C. In diesem wird die Flüssigkeit immer in gleicher Höhe erhalten durch einen Schwimmer D, welcher den Zufluſshahn B regulirt. Die Farbflüssigkeit läuft dann über das schräge Brett F zu den Walzen G und H, wobei ein in den Trog tauchender und bis zu den Walzen