Text-Bild-Ansicht Band 253

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reichender Zeugstreifen E die gleichmäſsige Führung vermittelt. Das von K sich abwickelnde Gewebe geht über die Walze H, erhält hier bei der Walze G die Farbflüssigkeit und wird auf der darüber liegenden Walze J wieder zu einem Wickel L gebildet. Die Walzen H und J sind hohl und können mit Dampf geheizt werden. Durch die Aenderung der Geschwindigkeit des Gewebes und des Zuflusses der Farbflüssigkeit kann jede Abstufung der Farbe erreicht werden.

Der Apparat gestattet auch, wenn in der Breite mehrere Gefäſse A angeordnet werden, ein streifenweises Färben und bei Regulirung des Farbezuflusses nach einem bestimmten Gesetze eine Abstufung der Farbe nach der Längenrichtung des Gewebes.

Fig. 1., Bd. 253, S. 129

Um die beim Färben, Bleichen u. dgl. von Bändern oder Gespinnsten aus Wolle durch einfaches Einlegen oder Einhängen in die Farbekufe hervorgerufenen Uebelstände der Verfilzung der einzelnen Fasern, der Verschlingung und ungleichmäſsigen Färbung zu umgehen, will Eugen Rümmelin in Erstein (* D. R. P. Nr. 27149 vom 23. September 1883) diese Stoffe in einem gespannten und die allseitige Einwirkung der Flüssigkeit fördernden Zustande den betreffenden Behandlungen aussetzen. Zu diesem Zwecke werden die Bänder oder Gespinnste mit Spannung auf einfache Rahmen H oder Haspel L (vgl. Textfigur 1) oder mehrfachen Haspel D, wie in Fig. 2 skizzirt, gewickelt und die bewickelten Rahmen oder Haspel in die Farbkufe K gestellt, wobei die Haspel ebenso wohl stehend wie bei M (Fig. 1), oder liegend, wie bei L, angeordnet werden können.

Fig. 2., Bd. 253, S. 129

Durch ein von Zeit zu Zeit erfolgendes leichtes Drehen der bewickelten Haspel in der Farbkufe