Text-Bild-Ansicht Band 253

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so daſs die hintere Hälfte abgenommen werden kann. Ferner sind die Heizröhren vorn in eine besondere, an die Kesselstirnwand angeschraubte Rohrplatte eingesetzt und endlich ist auch das Flammrohr an die Stirnplatte mittels eines Winkelringes angeschraubt. Nach Herausnahme des Innenkörpers sind alle Theile bequem zugänglich. Besondere Anker sind nicht vorhanden und erscheinen auch bei dieser Construction nicht nothwendig. Der Kessel ist hauptsächlich für Erdöl-Feuerung bestimmt und daher in dem besonders von der Stichflamme getroffenen Theile ausgemauert.

Aehnlich dem vorigen ist der in Fig. 9 und 10 Taf. 11 abgebildete Kessel von Ch. Delevaque in Paris (Erl. * D. R. P. Nr. 4004 vom 16. Februar 1878); doch ist hier noch ein besonderer groſser Dampfsammler aufgesetzt. Die Verbindung der Räume am hinteren Ende ist dadurch hergestellt, daſs die Cylinder nach hinten verlängert und mittels in einander steckender Stutzen mit einander vernietet sind. Die Enden sind schräg abgeschnitten und durch gewölbte Böden geschlossen. Die hintere Kesselwandung ist hier gleichfalls mittels einer Flansche f angeschraubt und nach dessen Abnahme kann auch das Flammrohr sammt der hinteren Feuerkammer, welche bei b verschraubt ist, herausgezogen werden, während die Heizröhren in dem Kessel bleiben. Bei i sind Messingröhren eingesetzt behufs Einführung von Luft hinter der Feuerbrücke. Durch ein davor angebrachtes Sieb j soll dieselbe fein zertheilt werden.

(Schluſs folgt.)

Boutard's Umsteuerungsmechanismus.

Mit Abbildungen auf Tafel 11.

Der nach Iron, 1884 Bd. 23 S. 28 bei Locomobilen von Richard Garrett and Sons in Suffolk angewendete Umsteuerungsmechanismus von E. Boutard in Leiston (vgl. auch * D. R. P. Kl. 47 Nr. 27392 vom 4. November 1883) kennzeichnet sich als eine Verbesserung der altbekannten, namentlich bei eincylindrischen Schiffsmaschinen früher häufig angewendeten Umsteuerungen mit einem drehbaren Excenter.

Auch hier sitzt die Excenterscheibe b (Fig. 11 und 13 Taf. 11) lose auf der Kurbelwelle a. Neben der Excenterscheibe befindet sich mit Nuth und Feder auf der Welle verschiebbar eine Scheibe c. In derselben sind zwei Löcher A und B (Fig. 12) derart angebracht, daſs, wenn ein Mitnehmerbolzen f der Excenterscheibe sich z.B. in dem einen Loche A befindet, die letztere die richtige Stellung für den Vorwärtsgang hat, während, wenn der Mitnehmer f sich im Loche B befindet, das Excenter für Rückwärtsgang eingestellt ist. Verschiebt man nun, während die Maschine im Gange ist, die Scheibe c mittels des Hebels h so weit, daſs der Mitnehmer f aus dem Loche A heraustritt, so wird