Text-Bild-Ansicht Band 253

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folgende Einrichtung an: Die Ventilspindel b (Fig. 2 Taf. 18) besitzt über ihrem runden Theile einen Vierkant, welcher sich in der Büchse f führt; letztere wird von der Ueberfallmutter k auf dem Hahngehäuse festgehalten. In der Mutter k sitzt drehbar die mit Muttergewinde versehene Hülse h, welche oben mit einem Griffe g versehen ist und in ihrer Längsbohrung den mit Schraubengewinde versehenen Theil der Spindel b aufnimmt. Durch Drehen von g bezieh. h kann also das Ventil ohne Verdrehung gehoben und gesenkt, bezieh. geöffnet und geschlossen werden. Zwischen dem Ventile und der Hülse f legt sich nun um den runden Theil der Ventilspindel ein Gummicylinder c, dessen Länge so bemessen ist, daſs sich bei geschlossenem Ventil die Kopfflächen noch so dicht an Ventil und Hülse f anlegen, daſs ein Durchtritt des Wassers an der Spindel vorbei von dem rechten Wasserleitungsstrange ausgeschlossen ist. Herrscht in letzterem Druck, so wird die Dichtheit noch erhöht. Oeffnet man dagegen das Ventil, so wird der Gummicylinder c so aus einander gequetscht, daſs sich sein Umfang ebenfalls fest gegen das Ventilgehäuse anlegt und auch hier eine Dichtung erzielt wird.

Das Patent * Nr. 25562 vom 24. Juli 1883 von Th. Ekholm in Stockholm betrifft sogen. Mischventile, wie sie z.B. bei Badeeinrichtungen mit kaltem und warmem Wasser gebraucht werden. Die Fig. 4 und 5 Taf. 18 zeigen ein Gehäuse A, in welchem in zwei besonderen Abtheilungen je ein Ventil B mit Führungsstift C enthalten ist. Während jede dieser Abtheilungen einen besonderen Flüssigkeitseinlauf J bezieh. J1 besitzt, vereinigen sich die Ausläufe K, K1 in einem zum Aufschrauben einer gemeinsamen Leitung mit Gewinde versehenen Stutzen (Fig. 4). Die Verbindung zwischen Ein- und Auslauf kann durch Einstellen der Ventile beliebig hergestellt und unterbrochen werden. Zu diesem Zwecke ist in einem besonderen Gehäuse eine Scheibe D angeordnet, die mit keilartigen Knaggen E besetzt ist, welche dem aus dem eigentlichen Ventilgehäuse heraustretenden Führungsstifte C der Ventile zugekehrt sind. Dreht man nun mittels des Griffes F die Scheibe D, so treten diese Knaggen über die Führungsstifte C, heben dadurch eines der Ventile oder beide und stellen die Verbindung zwischen dem betreffenden Einlauf- und Auslaufraume unter Gegenwirkung des Flüssigkeitsdruckes bezieh. des Druckes der auf dem Ventile lastenden Feder f her. Die Scheibe g ist mit Aufschriften „kalt“, „warm“, „Brause“ o. dgl. versehen, welche die Stellung der Ventile erkennen lassen. Natürlich können auf dieselbe Weise auch mehr als zwei Ventile in der gleichen Art und Weise mit einander verbunden werden. Eine Anwendung auf eine Badewanne mit Brause und Badeofen ist in der Patentschrift näher erläutert.

Das selbstschlieſsende Ventil von Joh. Mücke in Berlin (* D. R. P. Zusatz Nr. 26051 vom 26. Juni 1883, vgl. 1881 242 * 95 u. 1882 243 437)