Text-Bild-Ansicht Band 253

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zur Erleuchtung des Arbeitsfeldes dienen soll, und einem Maschinchen mit schwingendem Cylinder.

Der in Fig. 5 im Schnitte dargestellte Kessel wird von einem leichten, am Arbeitstische befestigten Gestelle getragen: sein unterer, einen stellbaren Reflector G tragender Theil umgibt den Lampencylinder, aus welchem die Heizgase in eine linsenförmige Kammer d gelangen, um dann durch eine Anzahl Heizröhren e ins Freie zu entweichen. Die Vertiefung f im oberen Kesselboden soll zum Wärmen beliebiger Gegenstände dienen. Der ganze Kessel ist von einem Filzmantel umgeben.

Die kleine Maschine ist unter die Tischplatte geschraubt und so angeordnet, daſs ihre Kolbenstange direkt auf die Schwungradwelle der Arbeitsmaschine wirkt. Bei E ist ein Absperrorgan in die Dampfleitung eingeschaltet, so daſs die Maschine jederzeit bequem abgestellt werden kann.

Fraglich ist bei der Einrichtung nur, ob die Lampe bei der starken Abkühlung der Gase den nöthigen Zug erhält.

Vaultier's Wasserstandszeiger.

Mit Abbildungen auf Tafel 20.

Der in Fig. 1 bis 3 Taf. 20 nach den Annales industrielles, 1884 Bd. 1 S. 337 abgebildete Wasserstandszeiger von Vaultier soll sich dadurch auszeichnen, daſs ein Verstopfen bei demselben nicht leicht möglich und der Wasserstand immer deutlich zu erkennen ist.

An einem rohrartigen Guſskörper A, welcher durch zwei Stutzen T und T1 von 25mm lichter Weite mit dem Kessel in Verbindung steht, ist vorn eine Hartglasplatte D von 10mm Dicke angebracht. Dieselbe wird durch einen aufgeschraubten, polirten Bronzerahmen C gehalten, legt sich hinten gegen einen Rahmen aus Hartgummi und wird vorn mittels eines Bleidrahtes von 6mm Durchmesser abgedichtet. Oben ist der Körper A durch einen ovalen aufgeschraubten Deckel B geschlossen, von welchem ein Stift bis zur oberen Kante des Glases herabreicht. An diesen ist eine weiſs emaillirte Blechplatte E angeschraubt, welche hauptsächlich zum deutlichen Erkennen des Wasserstandes dienen soll (vgl. Croſsley 1876 220 92), zugleich aber die Wallungen des Wassers in A dämpft und den Schlamm von dem Glase zurückhält. Damit die Platte unten in richtiger Lage bleibt, ist dieselbe hier nach hinten umgebogen und stützt sich vorn gegen einen Vorsprung R. Der untere Theil von A bildet einen Schlammfänger. Die vorspringende Nase O oben hinter dem Glase hat den Zweck, das Beschmutzen der Glasplatte durch Rost zu verhindern. Wenn die letztere dennoch allmählich trübe geworden und auch die Platte E nicht mehr rein ist, so werden beide, nachdem die hinter den Stutzen T und T1 anzubringenden Hähne geschlossen sind, herausgenommen und gründlich gesäubert.