Text-Bild-Ansicht Band 253

Bild:
<< vorherige Seite

muſs daher bald ein Zeitpunkt eintreten, wo die Reibung des letzteren jede weitere Zunahme der Geschwindigkeit verhindert. Durch zweckmäſsige Wahl der einschlägigen Abmessungen kann daher die Geschwindigkeit, mit welcher die sich selbst überlassene Last sinkt, beliebig herabgemindert werden, während bei langsamer Drehung die Gewichte g und f durch die Schraubenfedern o der Achse genähert werden und hierbei das Bremsband e nachlassen, so daſs dieses kein Hinderniſs für die Bewegung bildet.

Ricard's Raspelmaschine für Farb- und Gerbhölzer.

Mit Abbildungen.

Bei der nach Armengaud's Publication industrielle, 1884 S. 345 von E. Ricard in Hâvre angegebenen Raspelmaschine für Färb- und Gerbhölzer erfolgt in ganz gleicher Weise wie bei der dem gleichen Zwecke dienenden Maschine von Matthaes (vgl. 1879 231 377) der Schnitt unter schiefem Winkel zur Faserrichtung, wodurch die Späne in der für das Auslaugen vortheilhaftesten Form erhalten werden. Die Zuführung des Holzes geschieht selbstthätig, so daſs zur Bedienung der Maschine nur zwei Arbeiter erforderlich sind, zu deren Schütze alle erforderlichen Schutzvorrichtungen vorhanden sind.

Die Maschine ist in Textfig. 1 bis 3 S. 264 und 265 in Querschnitt, Längenansicht und Grundriſs dargestellt, während die Textfig. 4 bis 8 die Anordnung der Messertrommel und der Messer insbesondere zeigen.

Das Gestell der Raspel wird durch den oben und an einem Ende offenen Guſseisenkasten C gebildet, an welchem seitwärts zwei starke Hölzer A festgeschraubt sind. Diese Langhölzer A finden auf den Querhölzern A' eine elastische Unterlage, so daſs dadurch die entstehenden Erzitterungen nach auſsen hin abgeschwächt werden. Guſseiserne Querstücke a dagegen sorgen für eine gute seitliche Verbindung der Längshölzer A, da diese die Lager für die Trommel- und Vorgelegewellen tragen. Eine zweite Unterstützung findet der Führungskanal C auf einem Guſseisenbocke B. Ueber den Seitenwänden dieses Kanales sind noch zwei Deckel C' angebracht und nur an ihren beiden Enden festgeschraubt, so daſs zwischen denselben und den Seitenwangen des Kanales C ein Schlitz frei bleibt, in welchem sich der Schlitten F verschieben kann. Die Seitenrippen dieser Deckel C' sind auf der unteren Seite zu Zahnstangen c' ausgebildet, in welche zwei auf die Welle h aufgekeilte Zahnräder c eingreifen. Die Welle h ist nun auf dem Schlitten F gelagert, welcher die Zuschiebung der Holzscheite gegen die Messertrommel D bewirkt; die sichere Führung desselben erfolgt durch die im Führungskanale C angeordneten Arbeitsleisten.

In Textfig. 4 ist der Messerkopf D im Längsschnitte gezeichnet,