Text-Bild-Ansicht Band 253

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welche gestattete, die Schraubenachse senkrecht zur Mundstück-Mittellinie zu stellen, so daſs man wieder starre, gerade Unterstützungskerne benutzen konnte. Lufbery ging noch weiter, indem er die Anzahl der arbeitenden Schrauben auf 4 vermehrte. Die so verbesserte Maschine ist in Frankreich patentirt und im Nachfolgenden nach Armengaud's Publication industrielle, 1884 S. 347 beschrieben. Die Maschine ist in Textfig. 10 S. 264 und 265 zur Hälfte in der Ansicht, zur Hälfte in einem senkrechten Mittelschnitte dargestellt; Fig. 9 gibt einen Horizontalschnitt nach der gebrochenen Linie 1 bis 4 und Fig. 11 einen Vertikalschnitt nach der Linie 5-6 wieder, während endlich Fig. 12 einen Theil der äuſseren Seitenansicht zeigt und zwar von der Seite, auf welcher der fertige Schlauch die Maschine verläſst.

Das guſseiserne Maschinengestell, in welchem sich als arbeitende Hauptwerkzeuge die Schraubenpaare V, V' drehen, ist aus zwei Theilen A und A' mittels Schrauben a zusammengeschraubt; A ist noch durch die Arme s und die Bodenplatte S' mit den Lagerstühlen S verbunden und bildet mit diesen ein Guſsstück; A' ist dann mittels 8 Bolzen an den ersten angeschraubt. Der Antrieb der Wellen v, v', welche an ihren inneren Enden die Schrauben V, V' tragen, erfolgt mittels der Räderpaare b, B und d, d' von der Welle c aus, auf welche die Stufenscheibe C festgekeilt ist. Die Welle c hat einen Durchmesser von 50mm, die Stahlwellen v und v' dagegen sind nur 40mm stark. Man muſste sie so dünn halten, um die nicht allzu starken Guſseisenschrauben V, V' noch aufbringen zu können, da dieselben sich natürlich bequemer und billiger für sich allein herstellen lassen. Die doppelgängigen Schrauben V und V' haben 100mm äuſseren, 70mm inneren Durchmesser, die Ganghöhe beträgt 40mm. Die Schrauben greifen paarweise mit ihren Gängen in einander; die eine ist daher rechts-, die zugehörige linksgängig.

Ein hohler Stahldorn T durchdringt das Gehäuse senkrecht zu der durch die Schraubenachsen gegebenen Ebene und wird durch zwei Druckschrauben in der abnehmbaren Gehäusehälfte A' festgehalten, während derselbe dagegen einen ringförmigen Raum zwischen sich und der Ausbohrung der Gestellhälfte A frei läſst. In diesen Hohlraum wird nun von beiden Seiten her das zu einem Rohre umzubildende Material durch die beiden Schraubenpaare eingepreſst. Das Einziehen des Kautschuks erfolgt durch die seitlich sitzenden Speiseöffnungen O (vgl. Textfig. 9 und 10) und wird dasselbe dann durch das Ineinandergreifen der Schraubengänge gehörig durchgeknetet nach innen gedrückt. Um dieses Durchkneten zu erleichtern, muſs das Material durch Erwärmen in einen teigigen Zustand übergeführt werden, weshalb zwei Dampfkanäle angeordnet sind, welche das Gehäuse heizen und so für den Kautschuk die nöthige Wärme liefern. Diese Kanäle werden durch in das Gestell eingegossene Rohre o gebildet, welche auſsen Flanschen r tragen und durch Zwischenstücke zu einer einzigen Leitung verbunden sind, so