Text-Bild-Ansicht Band 253

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daſs das Zu- und Abstellen für beide Seiten des Gestelles durch einen Hahn erfolgt.

Der äuſsere Durchmesser des herzustellenden Rohres ist durch die Gröſse der Oeffnung in der Guſseisenform M bestimmt, deren genaue centrale Einstellung durch 3 Centrirschrauben m ermöglicht ist; das Festschrauben findet dann durch 3 Winkel und Schrauben n statt, wie aus Textfig. 11 und 12 zu ersehen. Das Rohr T dient auſserdem zur Einführung des Kernes Q, welcher das noch weiche, nicht widerstandsfähige Kautschukrohr beim Verlassen der Austrittsmündung stützt, oder es dient wohl auch zur Einführung der Drahtspiralen, mit denen die Rohre ausgerüstet werden, um sie gegen das Plattdrücken zu sichern.

Textfig. 13 zeigt die Zusammensetzung der Form und des zugehörigen Dornes P für kleinere Rohrdurchmesser. Der Dorn P wird aus einem Guſseisenrohre gebildet, welches zur Aufnahme eines ebenfalls guſseisernen Stopfens p mit entsprechendem Gewinde versehen ist. In diesen Stopfen p ist wieder das Schmiedeisenrohr t eingeschraubt, welches als hohler Dorn dient und den inneren Durchmesser des zu verfertigenden Schlauches bestimmt.

Will man Rohre mit anderen Querschnitten herstellen, so entfernt man zunächst die Form M und ersetzt den Dorn P durch einen anderen, nachdem man den Stopfen p mittels eines Gabelschlüssels, dessen beide Arme in entsprechend ausgesparte Löcher des Stopfens greifen, abgeschraubt hat, Hierauf wechselt man auch die Matrize aus.

Für sehr weite Rohre macht man den oben erwähnten Dorn T aus Stahl, damit die Dicke desselben gering ausfällt und dadurch Platz frei bleibt zum Einführen des nöthigen Unterstützungskernes Q.

Die Welle c läuft im Mittel mit 150 minutlichen Umdrehungen; die Durchmesser der Zahnräder b und B sind 90 und 690mm, so daſs die Schrauben Fund V und V' ungefähr 20 Umdrehungen in der Minute vollführen. Die Betriebskraft wird zu 4e angegeben und die minutliche Leistung zu 0,5 bis 1k, je nach der Weite und Dicke der herzustellenden Rohre. Das Gewicht der Maschine beträgt 675k.

Will man mit dem Materiale wechseln und das Gehäuse der Maschine vollständig entleeren, so genügt ebenfalls ein Entfernen der Form M und T bezieh. P. Hierzu bedient man sich des Eisenbügels R, welcher in der Mitte eine Handschraube trägt, wie in Textfig. 11 punktirt angegeben ist. Diese Schraube preſst dann mittels eines aufgelegten eisernen Querstückes den Kern nach vorn hinaus.

Was endlich noch die Vorbereitungsarbeiten für den zur Röhre umzubildenden Rohstoff' anlangt, so muſs dieser vorher in Mischmaschinen mit den zuzusetzenden Stoffen gemengt werden, d.h. man muſs, je nachdem man die verschiedenen Farben haben will, die betreffenden rothen, weiſsen oder schwarzen Metallpulver vorher beimengen. Sollen Rohre mit Naturfarbe erzeugt werden, so genügt es, den Kautschuk