Text-Bild-Ansicht Band 253

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gehen des Kammbogens K gegen den belederten Bogen s der Kammwalze gepreſst und das Abzugsleder mit der Abreiſswalze zur Berührung gebracht wird, wie dies Figur 1 zeigt. Die Zähne K kämmen hierbei das Ende des zwischen den Walzen f und i herabhängenden und zwischen f und g festgeklemmten Faserbartes rein. Gleichzeitig wird dieser durch das umlaufende Abzugsleder allmählich aufgenommen und noch vor dem Eintritte des Bartendes zwischen die Walzen f, i der Anfang des neuen zuletzt gekämmten Faserbartes durch die auf dem Lederbogen s rollende Abreiſswalze i hinzugefügt. Hierdurch bedeckt der Anfang dieses letzten Bartes das Ende des vorletzt gebildeten und es entsteht ein zusammenhängendes Zugband, das im weiteren Verlaufe durch den Trichter t geleitet von den Abzugswalzen w1, w2 dem Drehtopfe zugeführt wird. Bei zurückgeschobenem Abreiſsapparate ist der Antrieb des Zugleders ausgerückt und der zwischen den Walzen f und g herabhängende Bart durch die dünne Walze k aus dem Bereiche der Kammwalzenzähne gedrückt (vgl. Fig. 2). Die Bürstenwalze l mit Abnehmer m reinigt die Zähne der Kammwalze von anhängenden Kämmlingen und wird bei Ankunft des Zahnbogens K diesem genähert.

Durch ein späteres Patent (* D. R. P. Nr. 23727 vom 29. August 1882) erhielt F. C. Glaser eine andere Einrichtung zur Bewegung des Abreiſsapparates geschützt, mittels deren die Annäherung der Abreiſswalze an die Kammwalze unabhängig von derjenigen des Abzugsleders gemacht ist.

L. Offermann in Leipzig bezeichnet in der Beschreibung der ihm patentirten Heilmann'schen Kämmmaschine (* D. R. P. Nr. 23 870 vom 28. Februar 1883) als einen Mangel der bisherigen Construction dieser Maschinen, daſs die Backen der Speisezange so dicht an die Nadelspitzen der Kammwalze angestellt werden müssen, daſs bei dem Kämmen mäſsig festen Fasermaterials das Zerreiſsen vieler Fasern unvermeidlich sei, sowie daſs bei klettigen Wollen wohl die nahe dem Ende des Faserbartes vorhandenen Kletten der Wirkung der Kammzähne folgen und in den Kämmling übergeführt werden, nicht aber diejenigen Klettentheile, welche in dem den Zangenbacken zunächst liegenden Theile des Faserbartes eingebettet sind, da diese vermöge ihrer gröſseren Unbiegsamkeit den durch die Nadeln abwärts gezogenen Fasern nicht zu folgen vermögen. Offermann sucht diesen Uebelstand dadurch zu beseitigen, daſs er unmittelbar vor der Speisezange liegend, oberhalb der Kammtrommel einen cylindrisch gebogenen Rost anordnet, dessen Stäbe bei dem Niedersenken zwischen die Nadelreihen der Kammwalze eintreten und hierbei die Fasern nebst anhängenden Kletten auf den Grund der Nadelstäbe herabdrücken.

In Fig. 18 bis 20 Taf. 22 sind die betreffenden Theile der Offermann'schen Erfindung in drei verschiedenen Arbeitsstellungen veranschaulicht. K bezeichnet die Kamm walze. Auf dem Umfange derselben sind