Text-Bild-Ansicht Band 253

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je zwei Kammbogen Z1, Z2 und zwei Lederbogen s1, s2 befestigt. Die Kammbogen bestehen aus den bekannten festen Nadelstäben und einem neu hinzutretenden beweglichen Nadelstabe n, welch letzterer an zwei Hebeln a befestigt ist, die im Inneren der Kammwalze dicht an deren Seitenscheiben liegen und um Zapfen b drehbar sind. Federn c heben diesen Nadelstab in die Arbeitstellung empor, eine feste Führungsplatte p drückt, wenn sie mit dem Ende des Hebels a in Berührung kommt (vgl. Fig. 19), den Nadelstab n in das Innere der Kammwalze zurück. Z ist die Speisezange, welche den zu kämmenden Faserbart hält, R der von zwei Hebeln getragene, nach einem Kreiscylinderabschnitte gekrümmte Rost zum Eindrücken der Fasern in die Zähne der Nadelstäbe. Zwei auf der Kammwalzenwelle sitzende unrunde Scheiben ertheilen, indem dieselben gegen die Hebel wirken, dem Roste in bestimmter Reihenfolge eine radial gerichtete Verschiebung und eine Drehbewegung um die Kammwalzenachse derart, daſs die Winkelgeschwindigkeit des Rostes gleich derjenigen der Kammwalze ist.

Fig. 18: Die Nadelstäbe Z1 erfassen den aus der Zange Z vorhängenden Faserbart; Rost R steht in der gröſsten Entfernung von den Nadeln. Bei der Drehung der Kammwalze drückt in Fig. 19 die Bahn p den beweglichen Nadelstab zurück und bewirken die oben genannten unrunden Scheiben eine solche Bewegung der Rosthebel, daſs die Rostplatte sich der Kammwalze nähert und den Faserbart, sowie in demselben vorhandene aufwärts strebende Kletten zwischen die Nadeln der Kammwalze herabdrückt. Die Gröſse der Senkung wird hierbei durch den Anschlag i bestimmt, welcher sich auf das Vorderende der Führungsplatte p stützt. Erst nachdem durch fortgesetzte Drehung der Kammwalze der letzte feste Nadelstab derjenigen Rostspalte, welche der Speisezange zunächst liegt, gegenüber steht, nimmt der Rost, durch eine der unrunden Scheiben getrieben, an der Drehbewegung theil; es gleitet die Nase i von dem Stützpunkte p herab (vgl. Fig. 20) und die Roststäbe senken sich vollständig zwischen die Nadelstäbe ein. Hierbei werden im Ende des Faserbartes befindliche Kletten erfaſst und ausgespannt erhalten, so daſs sie bei dem gleich darauf erfolgenden Emporschnellen des beweglichen Nadelstabes n zwischen dessen Nadeln eingeklemmt und sicher aus dem Barte gezogen bezieh. abgerissen werden. Während des Abzuges des gekämmten Faserbartes verharrt der Rost in seiner angenommenen Lage, wird dann durch eine der Scheiben von der Kammwalze abgehoben und schwingt so hoch gegen die Speisezange zurück, daſs die an der Zange herausragenden, oftmals stark nach oben gekrümmten Kletten nicht gestaucht, sondern bei dem folgenden Niedergange des Rostes sicher herabgedrückt werden.

Bei der in Fig. 3 Taf. 22 dargestellten neuen Kämmmaschine von H. Truxler in Lure, Departement Haute-Saône in Frankreich (* D. R. P. Nr. 10141 vom 20. December 1879 und Zusatz Nr. 15187 vom 1. Januar