Text-Bild-Ansicht Band 253

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1881 bezieh. Nr. 18511 vom 9. December 1881) ist die rotirende Kammwalze der Heilmann'schen Maschine durch einen schwingenden Kammbogen ersetzt, welcher von den aus früheren Patenten bekannten Truxler'schen Abreiſszangen umkreist wird. An die Stelle des aus einem Walzenpaare und einer Zange bestehenden Speiseapparates der alten Maschine tritt hier eine dem Heilmann'schen Speiseroste nachgebildete Einrichtung; die Speise- und Abreiſsbewegungen sind so mit einander verknüpft, daſs sie in stetiger Folge stattfinden. Die Maschine ist hierdurch nicht nur vereinfacht, sondern es ist auch die Leistungsfähigkeit derselben sowohl in quantitativer, als qualitativer Beziehung erhöht worden. Das von dem Wickel W kommende Band durchdringt den Speiserost R und folgt dessen Bewegung, so daſs der vorstehende Faserbart in den Bereich der rotirenden Abreiſszangen Z1, Z2 gebracht wird. Der Speiserost schwingt, von dem Excenter a aufwärts, von der Feder f1 abwärts getrieben um den Zapfen b, welcher am Ende des Winkelhebels c befestigt ist. Wird hierbei auch diesem Hebel durch das Excenter d bezieh. die Feder f2 eine schwingende Bewegung um seinen Drehzapfen ertheilt, so überträgt sich dieselbe mittels des Zahnbogens e1 und der Zahnstange e2 auf den Rost R derart, daſs dieser auf seiner Unterlage gegen die Abreiſszange hin verschoben wird. In der höchsten Stellung des Rostes senken sich die Nadeln der Platte f in die Rostspalten und der Vorstechkamm V in den zwischen Rost und Abreiſszange ausgespannten Bandtheil ein. Erstere hindern die Bandverschiebung während des Abreiſsens, letzterer hält die im Bandende befindlichen kurzen Fasern zurück, so daſs der rein gekämmte Bart, von der Abreiſszange weiter getragen, an die Nadelwalze N abgegeben werden kann. Das vordere Ende des Faserbartes wird von dem Roste so weit in die geöffnete Abreiſszange eingeschoben, daſs dasselbe an der Innenseite der Zange herabhängt. Das Reinkämmen dieses Endes besorgt nach dem Schlüsse der Zange der abwärts schwingende Kammbogen K, dessen Bewegung von dem Excenter g bezieh. der Feder f3 ausgeht und auf K durch den Hebel h und die Zugstange i übertragen wird. Die Reinigung der Kammzähne von den Kämmlingen ist der durch Excenter a dem Kamme entgegen geführten Bürstenwalze B übertragen, welche wiederum durch die Kratzenwalze T gereinigt wird. Der Backen z1 der Abreiſszange ist an einem Schieber s befestigt, welcher in radialen Prismenführungen der auf der Achse O befestigten und mit dieser rotirenden Scheibe l gleitet; der bewegliche Backen z2 wird von den Hebeln m gehalten, welche um Zapfen n der Schieber s drehbar sind. Durch Zugstangen o und Hebel p, deren Rollen q mit dem Umfange der feststehenden unrunden Scheibe r durch Federn f4 in Berührung gehalten werden, wird bei der Drehung der Zangen ein jeder der Hebel m so bewegt, daſs sich die Zangen zu geeigneter Zeit öffnen und schlieſsen und dadurch den eingeführten Faserbart freigeben oder festhalten. Die ebenfalls feststehende