Text-Bild-Ansicht Band 253

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unrunde Scheibe r1 bringt im geeigneten Zeitpunkte eine Radialverschiebung der Zangen hervor. Ueberhöhungen des Randes der rotirenden Scheibe l drücken unmittelbar vor dem Abreiſsen eines Faserbartes den Winkelhebel t in die Höhe und damit die kleine Walze u gegen die Stirnfläche der den Bart haltenden Zange. Durch die hierbei der Walze ertheilte Rollbewegung werden auch die bei dem Abreiſsen frei gewordenen Fasern dem vorstehenden und von der Zange weitergeführten Barte zugefügt. Die einzelnen von der Nadelwalze N aufgenommenen Barte streicht der Finger F ab und legt sie auf die langsam rotirende Kratzenwalze G derart nieder, daſs sie sich gegenseitig überdecken und zu einem fortlaufenden Bande anordnen, welches dann die Walzenpaare v und w verdichten und ableiten.

Zum Zwecke besseren Verständnisses der Arbeitsweise dieser interessanten Maschine sind in Fig. 4 bis 9 Taf. 22 sechs auf einander folgende Werkzeugstellungen gezeichnet, welche das Zusammenspiel der Werkzeuge mit dem Faserbande verdeutlichen. Fig. 4: Der Speiserost R steht in tiefster Stellung und ist so weit zurückgezogen, daſs das freie Bandende a aus demselben hervorragt. Die Abreiſszange Z ist geöffnet und dreht sich in der Pfeilrichtung. Mit dem Aufwärtsschwingen des Rostes ist Vorrücken desselben gegen die Zange verbunden, so daſs der Bart in die offene Zange eindringt und schlieſslich Zange und Rost nur noch um etwa 1mm von einander abstehen (Fig. 5). Die Bewegungen dauern fort, die Zange Z schlieſst sich und erfaſst den eingetretenen Faserbart (Fig. 6), welchen der nun abwärts schwingende Kamm K kämmt. Bei weiterer Drehung des Rostes R um den Zapfen b (Fig. 3) wird das von der Zange festgehaltene Band aus dem Roste um eine bestimmte Länge hervorgezogen (Fig. 7); die Bürste B streicht aus dem tief herabgesenkten Kamme den Kämmling aus und die Zange Z öffnet sich, ohne ihre Weiterbewegung zu unterbrechen, um einen geringen Betrag, so daſs das von derselben gehaltene, bereits gekämmte Bartende frei wird. Da nun gleichzeitig die in den Rost eindringenden Nadeln der Platte f das Band im Roste festhalten, so gleitet in Folge des Auseinandergehens von Rost und Zange das Bartende so weit aus letzterer hervor, bis der bereits gekämmte Theil vor die Stirnseite der Zange tritt (Fig. 8). Diese schlieſst sich, erfaſst hierdurch den Bart von Neuem und reiſst denselben von dem noch immer von der Nadelplatte im Roste zurückgehaltenen Bande ab. Der sich in das Band dicht vor der Zange senkende Vorstechkamm V reinigt hierbei das Bartende von den etwa anhaftenden Kämmlingen. In der Folge (vgl. Fig. 9) senkt sich der Rost in seine Anfangsstellung (Fig. 4) zurück, die Walze u verdichtet das Ende des abgerissenen Bartes und der Kamm schwingt ohne Arbeitsverrichtung in seine höchste Stellung zurück. Während dieser Arbeitsperiode der einen Zange hat die zweite Zange den von ihr gehaltenen, bereits gekämmten Bart an die Abnehmwalze N abgeliefert und kommt