Text-Bild-Ansicht Band 253

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in der in Fig. 4 gezeichneten Stellung an, wenn die übrigen Werkzeuge die ebenfalls in dieser Figur dargestellte Lage einnehmen. Die Umlaufsgeschwindigkeit der Abreiſszangen ist nicht constant: sie ist am kleinsten während der Arbeitsperiode, am gröſsten während des Uebertragens des gekämmten Bartes nach der Ablegstelle: hierdurch wird die Transportzeit abgekürzt und die Nutzleistung der Maschine gesteigert.

Die Kämmmaschine von J. Thompson und Th. Barker (Englisches Patent, vgl. Textile Manufacturer, 1884 S. 85), welche die Firma Curtis, Sons and Comp. in Manchester zur Ausführung bringt, vereinigt die Grundgedanken, aus denen sich die Constructionen Cartwright's und Heilmann's entwickelten. Der Erfindung Cartwright's ist die Trennung des zu kämmenden Faserbandes in kurze Faserbärte, derjenigen Heilmann's die rotirende Kammwalze entlehnt. Diese Maschine kann daher als eine Erweiterung der Reihe jener vielen Varianten betrachtet werden, die im Laufe der Zeit aus der Cartwright'schen Maschine hervorgegangen sind und welche in den Kämmmaschinen Lister's und Little-Eastwood's ihre Hauptvertreter haben. Die Scheidung der kurzen und langen Fasern in dem abgerissenen Barte ist in Folge der Anwendung einer besonderen Kammwalze jedenfalls eine vollkommenere, als sie das einfache Ausziehen des Bartes aus den Nadeln des das Band zuführenden Hechelfeldes bezieh. den Nadeln des Kammringes der erwähnten Lister'schen Maschinen2) ergibt.

W. Terry und J. Scott in Dudley Hill bei Bradford (* D. R. P. Nr. 20283 vom 10. December 1881) haben einen Speiseapparat für Noble'sche Kämmmaschinen angegeben, welcher das zu kämmende Material in Gestalt kleiner Barte mittels eines schwingenden Kammes (Speisekamm) und einer Tupfbürste dem groſsen Kammringe der Noble-Maschine zuführt. Zwischen der Transportwalze a und der Zange b (Fig. 10 Taf. 22) wird das zu kämmende Faserband durch ein aus wandernden Nadelstäben in der bekannten Art zusammengesetztes Hechelfeld c unterstützt, welches durch einen Kurbelmechanismus in Richtung der Bandbewegung verschoben werden kann. Die Speisezange b besitzt zwei bewegliche Backen. Der untere, mit dem Hebel d verbundene Backen wird durch die excentrische Scheibe e aufwärts geschoben, durch sein Eigengewicht gesenkt. Die Stange g nebst Hebel h überträgt die Bewegung desselben auf den oberen Backen derart, daſs seinem Steigen die Senkung des letzteren, also der Schluſs der Zange entspricht. Die Verbindung zwischen Stange g und Hebel h vermittelt die Schraubenfeder f, welche bei dem Schlüsse der Zange zusammengepreſst wird und die Druckgröſse zwischen den Zangenbacken bestimmt. Vor der Zange hängt der Speisekamm k in der Führung i eines um o schwingenden Winkelhebels im. Das obere Ende der Kammstange trägt die Rolle n und wird von der Feder p gegen

2)

Vgl. J. A. Hülße: Die Kammgarn-Fabrikation, Stuttgart 1861.