Text-Bild-Ansicht Band 253

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die gekrümmte Bahn q gedrückt. Die Gestalt dieser Bahn bedingt, daſs bei einer von dem Excenter r ausgehenden Schwingung des Winkelhebels der Kamm k nicht einem zu o concentrischen Kreise αβ folgt, sondern auf einer Bahn αγ gegen die Zange aufsteigt. Durch die wandernden Nadelstäbe c wird das zu kämmende Band um eine bestimmte Länge in der Speiserichtung vorgeschoben und das vorstehende Bandende dann durch Verschiebung des ganzen Hechelfeldes c gegen die geöffnete Zange b hin, in diese eingelegt. Die Zange schlieſst sich und klemmt das Bandende fest, so daſs bei dem Rücklaufe des Hechelfeldes das Abreiſsen eines Bartes von dem durch die Nadeln c festgehaltenen Bande erfolgt. Der Kamm k schwingt gegen die Zange, senkt sich nach dem Kammringe R zurückschwingend in den vorstehenden Faserbart ein und führt denselben, da sich die Zange hierbei geöffnet hat, nach dem oberhalb des groſsen Kammringes liegenden Punkte α. Eine Tupfbürste l, welche mittels der Stange s aufgehängt und durch den in der Hülse t gleitenden Stab u geführt wird, löst den Bart aus den Nadeln des Speisekammes und drückt denselben in die aufrecht stehenden Nadeln des Kammringes ein. Die unrunde Scheibe v bezieh. die Feder w dienen zur Bewegung dieser Bürste.

Besondere Schwierigkeit verursacht bei der Noble'schen Kämmmaschine die vollständige Abnahme des Kammzuges von den Nadeln der Kammringe. Namentlich an dem äuſseren dieser Ringe, bei welchem der Abzug an der concav gekrümmten Seite erfolgt, ist es schwer zu vermeiden, daſs ein wenn auch verhältniſsmäſsig kleiner Theil der langen Fasern von den Nadeln zurückgehalten wird und dadurch in den Kämmling übergeht. Die Ursache hiervon liegt in dem Umstände, daſs die Abzugswalzen, selbst bei kleinem Durchmesser, nie so dicht an den Umkreis der Kammringe angestellt werden können, um sämmtliche, auch die nur wenig über die äuſserste Nadelreihe vorstehenden Fasern zu erfassen. J. F. Harrison in Bradford (* D. R. P. Nr. 21153 vom 4. April 1882) gibt nun ein Verfahren und eine Einrichtung zum Kämmen der Faserstoffe an, welches durch Anwendung einer dem Bradley und Campbell'schen Vorstechkamme nachgebildeten Kreiszange zum Vorziehen der Fasern vor die Nadeln der äuſsersten Reihe des Kammringes den angedeuteten Uebelstand beseitigen soll. Soweit die Zusammensetzung des Apparates beurtheilen läſst, dürfte derselbe auch wohl geeignet sein, diesen Zweck zu erfüllen.

In Fig. 16 und 17 Taf. 22 stellt K den äuſseren, k den inneren Kammring einer Noble'schen Kämmmaschine dar. Die Zuführung der zu kämmenden Bänder erfolgt in der bekannten Weise, ebenso die durch allmähliche Vergröſserung des Winkels ϕ bewirkte erste Kämmung der Fasern. Die am groſsen Kammringe K nach innen, am kleinen k nach auſsen vorstehenden Fasern werden, wie ebenfalls bekannt, an den Abzugsstellen von den Walzenpaaren a und b erfaſst, ausgezogen und mittels