Text-Bild-Ansicht Band 253

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sich bei dem Aufwickeln des Zugbandes von diesem ablösen, zurück nach dem Wickeldorne schieben, so daſs dieselben für die Bandbildung nicht verloren gehen.

Die von P. Baudouin sen. in Mülhausen (* D. R. P. Nr. 17895 vom 4. Juni 1881) angegebene und in Fig. 21 und 22 Taf. 22 dargestellte Einrichtung zur Herstellung eines schwach gedrehten endlosen Zugbandes bewirkt die Drehung des auf dem endlosen Transportriemen a lagernden Kammzuges durch Stauchen desselben mittels einer zur Bewegungsrichtung des Riemens geneigt liegenden Schiene b. Dieselbe erhält eine zu ihrer Länge normal gerichtete Hin- und Herschiebung mittels eines von der Hauptwelle c aus durch Riemen- und Schnurentrieb de bewegten Excenters f. Die Vorschiebung der Stauchschiene b verursacht, da das Zugbandende zugleich durch den in der Stauchrichtung rotirenden Trichter g gehalten wird und an dessen Drehung Theil zu nehmen strebt, ein Aufrollen des Zugbandes, so daſs dasselbe schwach gedreht durch die Preſswalzen h abgeleitet wird. Der Antrieb dieser sowie der Abzugswalze i geht von der Hauptwelle c aus und wird durch die Rädervorgelege k, l und m vermittelt.

Unter den zahlreichen, bisher von Jos. Imbs in Paris entnommenen deutschen Patenten, welche sich vorzugsweise auf Construction von Mechanismen für den Betrieb der Werkzeuge beziehen, weist das Patent Nr. 16530 vom 6. Oktober 1880 nebst Zusatz Nr. 19358 vom 16. November 1881 eine beachtenswerthe Neuerung auf. Dieselbe besteht in der Zufügung zweier Kämme zu den bereits bekannten Werkzeugen, welche, da sie dicht an den Vorderflächen der Speise- und Abreiſszange in das Faserband eintreten, wohl geeignet scheinen, das bisher auf der Imbs'schen Maschine nicht mit Sicherheit erreichbare Reinkämmen des ganzen Faserbartes zu ermöglichen. In den Fig. 11 bis 15 Taf. 22 ist versucht, das sich hierdurch ergebende neue Zusammenspiel der Kämmwerkzeuge mit dem Faserbande auf Grund der Patentbeschreibung bildlich darzustellen, um damit einen Einblick in den Kämmprozeſs selbst zu erlangen. Zu den bekannten Werkzeugen tritt hinzu: 1) der an der Vorderfläche der Speisezange Z1 liegende Kamm a; derselbe ist am oberen (beweglichen) Zangenbacken befestigt und wird so eingestellt, daſs die Nadelspitzen bei halb geöffneter Zange der Oberkante des unteren Zangenbackens gegenüber stehen (Fig. 12); 2) der Kamm b an der der Abreiſszange Z2 zugekehrten Fläche des Hauptkammes k.

Bei der gröſsten gegenseitigen Näherung der beiden Zangen (Fig. 11) tritt der Hauptkamm k in die Mitte des zwischen den Zangen ausgespannten Bandtheiles, der Hilfskamm b dicht an der Vorderfläche der Abreiſszange Z2 in diesen ein. Diese Zange hat hierbei das bereits in der letzten Arbeitsperiode rein gekämmte Ende des Faserbandes erfaſst. Die Kämme k und b verbleiben in den Stellungen Fig. 11 bis 14 in der gehobenen Lage. Die Speisezange Z1 öffnet sich so weit, daſs die Nadeln