Text-Bild-Ansicht Band 253

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des Kammes a noch in das Band hinabragen, dieses aber frei in der geöffneten Zange liegt. Durch Auseinandergehen der Zangen (Fig. 12) schiebt der Hilfskamm a die kurzen Fasern in der Richtung der Zangenbewegung zurück, so daſs sie sich innerhalb der geöffneten Zange anhäufen und zwischen a und k eine rein gekämmte Bandstrecke entsteht. Die zurückweichende Abreiſszange Z2 zieht dagegen die nicht von der Speisezange gefaſsten langen Fasern aus, während b und k die kurzen Fasern zurückhalten. Im Verlaufe dieser Zangen Verschiebung öffnet sich Z1 vollständig (Fig. 13) und gleitet daher nun, da die Kammzähne a aus dem Bande ausgetreten sind, frei über das letztere zurück. In der äuſsersten Linksstellung schlieſst sich die Zange Z1 (Fig. 14) und erfaſst das Band, die Kämme k und b senken sich und nehmen die in ihnen angehäuften Kämmlinge mit herab, die Abreiſszange Z2 tritt mit dem abgerissenen Faserbarte dicht an die Bürstenwalze B heran, öffnet sich und gibt das Bärtchen an dieselbe ab. Aus der geschlossenen Speisezange ragt daher jetzt ein Faserbart hervor, welcher nur in dem dieser Zange zunächst liegenden Theile α kurze Fasern aufgehäuft enthält. Das Ende dieses Bartes besteht dagegen auf eine solche Länge aus rein gekämmten Fasern, daſs nach dem Eintritte in die sich vorwärts bewegende geöffnete Abreiſszange (Fig. 15) ein kurzes, rein gekämmtes Stück vor der Vorderfläche dieser Zange liegt, in welches bei erneutem Aufgange des Kammes k der Hilfskamm b einsticht (Fig. 11). Die Reinigung dieser Kämme besorgt die rotirende Bürste C (Fig. 15) und die fein verzahnte schwingende Kammschiene s. Die Bürstenwalze B erhält Pilgerschrittbewegung, so daſs sich die aufgelegten Faserbärte dachziegelartig überdecken und durch die Walze c ein zusammenhängendes Zugband abgelöst wird.

In dem neuesten Patente von J. Imbs (* D. R. P. Nr. 26401 vom 18. August 1883) ist der gerade Kamm durch eine kleine, rasch rotirende Kammwalze ersetzt, welche dem zwischen der Speise- und Abreiſszange gehaltenen Faserbande entgegen geführt wird. Die Textfiguren 1 bis 6 geben ein Bild von dem Zusammenspiele der Werkzeuge mit dem Arbeitsmateriale. K ist die mittels eines Stirnradvorgeleges rasch umgetriebene Kamm walze. In gesenkter Stellung wird dieselbe von der Bürstenwalze B gereinigt, der von dieser aufgenommene Kämmling aber mittels Kratzenwalze C und Hacker h abgeführt. Das von dem Wickel W kommende Faserband läuft durch die Speisezange Z1 nach der Abreiſszange Z2, welche die gekämmten Faserbärte unter Vermittelung der kleinen rotirenden Bürste b dem Preſswalzenpaare w zum Zwecke der Vereinigung zu einem Bande übergibt.

In Textfigur 1 ist das Uebertragen des Bartes von der Bürste b auf die Walzen w dargestellt; letztere erhalten eine kurze Verschiebung gegen die Bürste und nehmen, da sie sich gleichzeitig drehen, den dargebotenen Faserbart auf. Die Speisezange Z1 schiebt das festgehaltene,