Text-Bild-Ansicht Band 253

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dann beide mit einander verbunden auf Wagen, welche auf dem Geleise H stehen, gesetzt werden. Diese werden nun weiter gefahren zum Orte, wo das Eingieſsen in die Formen erfolgt. Das Auseinandernehmen der Kasten findet über dem Schachte G statt, so daſs der beim Herausnehmen der Guſsstücke abfallende Sand sofort durch G zu der Kollermühle K gelangt.

Die Wagen S, auf welchen die runden Formkasten ruhen, bestehen aus je zwei mit losen Rädern versehenen Achsen, von denen die eine an zwei festen Trägern befestigt ist, welche an den vorderen Enden unten eingekerbt sind, um sich mit diesen Ausschnitten über die anderen Achsen zu legen. Die Formkasten, welche in Fig. 2 punktirt in den Wagen S eingezeichnet sind, ruhen mittels zweier Drehzapfen auf den Achsen und können nach Belieben um erstere gekippt werden.

G. Hertzog hat auch eine Maschine zur Herstellung von Sandkernen (* D. R. P. Nr. 27396 vom 20. November 1883) angegeben, deren Einrichtung aus Fig. 3 und 4 Taf. 26 zu ersehen ist. Auf einem Gestelle A dreht sich um einen Zapfen C ein Tisch B, welcher an seinem Umfange in genau gleichen Abständen vom Zapfen C die Formhülsen v zur Herstellung der Kerne trägt. Die Formhülsen, z.B. 26 Stück, haben verschiedene Durchmesser, welche den in der Gieſserei am meisten gebrauchten Kernen entsprechen. An ihren oberen Enden tragen die Hülsen eine Platte b2, welche an einer Stelle eine mit Rand versehene Erweiterung zur Aufnahme des Sandes besitzt. Auf der Platte b2 steht ein Kasten b1, welcher über das obere Ende der Hülsen gesetzt wird, um den Stampfsand aufzunehmen. Genau unter dem die Mittellinien der Hülsen durchschneidenden Kreise befindet sich eine Schraubenspindel K, welche mittels der Schraubenmutter E gehoben und gesenkt werden kann, indem letztere mittels der Kegelgetriebe J1 bezieh. J2 von der Handkurbel P aus gedreht wird; letztere kann man behufs langsamerer Drehung der Mutter E auch auf das Vorgelege O stecken. Um die Handhabung der Kurbel P zu erleichtern, kann sich das Lager W, in welchem die Kurbelwelle P1 liegt, um die Zwischenwelle J drehen, so daſs der Arbeiter der Welle P1 jede Neigung zur Wagerechten geben kann. Auf der Schraubenspindel K ist eine Stange L befestigt, auf welche oben ein der lichten Weite der betreffenden Hülse entsprechender Kolben M gesteckt wird.

Die Handhabung der Maschine ist hiernach leicht verständlich: Die Formhülse v, welche dem zu formenden Kern entspricht, wird über den Kolben M gedreht und dann die Scheibe B mittels des Vorsteckers N auf A befestigt. Sodann hebt man M durch Drehen von P so hoch in die betreffende Hülse hinein, als es der Länge des zu formenden Kernes entspricht und stampft die Hülse voll Sand. Hierauf wird die Kurbel P so lange gedreht, bis der Kolben M den Kern ganz aus der Hülse herausgeschoben hat und dieser weggenommen werden kann.