Text-Bild-Ansicht Band 253

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Abänderung des Kastenrichtapparates, behufs Einstellung von Kasten verschiedener Höhe, und eine Einrichtung der Formplatten, um Unter- und Oberkasten neben einander zugleich auf einer Formplatte formen zu können, indem bei ungleich hohen Kasten die eine Hälfte der Formplatte so viel erhöht wird, daſs die Oberkanten beider Kasten in gleicher Höhe liegen.

J. Allen Parks in New-York (* D. R. P. Nr. 25236 vom 29. Mai 1883) wendet zur Herstellung von Eisenbahn-Scheibenrädern mit Hartguſskranz für letzteren eiserne Hohlformen an, durch welche während des Gusses ein Strom kalten Wassers getrieben wird. Zu diesem Zwecke besitzen die Formen in dem ringförmigen Hohlräume eine Scheidewand, um Zufluſs und Abfluſs des Wassers von einander zu trennen. Bei sehr groſsen Rädern können in dem Hohlräume auch mehrere Unterabtheilungen mit entsprechenden Einlauf- und Auslaufstutzen behufs gleichmäſsigerer Abkühlung angeordnet werden. (Vgl. Turk 1875 217 154. 218 * 491.)

Einen eigentümlichen Weichglüh- oder Temperofen verwendet Georg Fischer in Hainfeld, Oesterreich (* D. R. P. Nr. 27 099 vom 8. Juli 1883). Der in Fig. 10 Taf. 26 ersichtliche Ofen besteht aus drei schrägen über einander angeordneten Ofenschächten A, A1, A2, von denen die beiden unteren mit Feuerungen B bezieh. l versehen sind. Die Decken der Schächte werden von feuerfesten Röhren b gebildet. Auf den Sohlen liegen Schienen a, auf welchen die mit den zu glühenden Guſsstahlwaaren gefüllten cylindrischen Gefäſse E bezieh. geeignet construirte Wagen nach unten zu den Entleerungsöffnungen p und h rollen.

Die Guſsstücke werden durch die mittels des Schiebers f zu schlieſsende Oeffnung e im Kanäle C und den Schacht D in die Schächte A, A1, A2 gebracht. In C ist zu diesem Zwecke eine Windevorrichtung d angeordnet. Während die Beschickung durch die Oeffnung e erfolgt, gelangen die Verbrennungsgase aus A direkt nach c, anstatt wie sonst von e nach g. Die Feuergase der kleinen Feuerung l treten durch die Oeffnungen m in der Decke von A1 nach A2 und gelangen von hier zur Esse n. In A ist bei i eine Vorrichtung angebracht, um immer eines der Gefäſse E herausnehmen zu können, während das nächstfolgende festgehalten wird. Die Gefäſse E sind entweder Hohlcylinder, in welche die zu glühenden Stücke gesteckt und die von Deckeln geschlossen werden, deren Ränder die Schienen a umschlieſsen, oder es werden dazu feuerfeste Wagen benutzt, welche 2 Achsen mit je 2 Rädern und Verschluſsdeckel besitzen. Der Schacht A soll zur eigentlichen Temperung der Guſsstahlwaaren dienen, die Schächte A1 und A2 dagegen nur zur Vorwärmung derselben. Weiteres über diesen eigenthümlichen Ofen läſst sich aus der Patentschrift nicht entnehmen.