Text-Bild-Ansicht Band 253

Bild:
<< vorherige Seite

zwei Röhrensysteme angebracht, um die ausstrahlende Wärme zum Vorwärmen der Verbrennungsluft und Ueberhitzen von Wasserdampf zu verwerthen. Die aus den Generatoren kommenden Heizgase werden mit der durch Röhren e (Fig. 4 und 5 Taf. 27) eingetriebenen Luft gemischt, gelangen in die Feuerzüge s, umstreichen die Kokesschächte und treten schlieſslich in den Abzugskanal für die Feuergase. S. Die im Inneren der Kokeskammern sich entwickelnden Destillationsproducte entweichen bei a durch die oben an eine Rohrleitung r sich anschlieſsende Oeffnung in die zur Gewinnung derselben erforderlichen Vorlagen. Der in Röhren Q überhitzte Wasserdampf sammelt sich in dem Kasten k (Fig. 5).

Zur Erzielung einer gröſseren Theerausbeute soll Erdöl u. dgl. auf die glühenden Kokes gelassen werden. Unverkokbare Stein- und Braunkohle, Torf, bituminöser Schiefer und sonstige Kohlenstoff haltige Körper werden in der Weise nutzbar gemacht, daſs dieselben, in die glühenden Kokeskammern gebracht, zunächst ihre flüchtigen Stoffe (Theerdämpfe, Ammoniak und Leuchtgase), dann nicht leuchtende, aber brennende Gase, welche zur Beheizung der eigenen oder anderer Kammern oder noch anderweit benutzt werden, abgeben. Ist die Temperatur hinreichend hoch, so wird Wasserdampf eingeführt, um Wassergas zu erzeugen, dann wieder Luft u.s.f.

F. Wittenberg in Duisburg (* D. R. P. Nr. 26132 vom 4. März 1883) legt innerhalb der die Ofendecke seitlich begrenzenden, zum Tragen der fahrbaren Kabelwinden dienenden Rampe einen Luftkanal a (Fig. 1 bis 3 Taf. 27) an, welcher über jeder Ofenwand eine durch Schieber b verschlieſsbare Oeffnung besitzt. Durch eine solche Oeffnung gelangt die Luft in Zuführungskanäle c, aus welchen dieselbe von den Kokesgasen abgezogen und zu deren Verbrennung innerhalb der lothrechten Kanäle p benutzt wird.

Da bei Verkokung gasreicher Kohlen ein starkes Vorwärmen der Luft nicht immer erforderlich ist, so bezieht in diesem Falle der Kanal a seine Luft entweder aus den quer über den Gasabzugskanal laufenden Kanälen v und w, oder aber durch die an seinen Kopfenden angeordneten verschlieſsbaren Mündungen d. Vorgewärmte Luft tritt in den Kanal a ein, wenn man die Mündungen d verschlieſst und die darunter liegenden Zugänge e öffnet, welchen die Luft aus dem über dem Gasabführungskanale k angeordneten Kanäle g durch i und e zugeführt wird.

An der anderen Seite des Ofens liegt ein gleicher Luftkanal A, welcher entweder von d kalte Luft erhält, oder aus dem Kanal Systeme g und i bezieh. aus Heifswindkanälen r mit vorgewärmter Luft versehen wird. Sind noch fernere Luftkanäle z erforderlich, so werden diese zwischen die Kanäle a und A gelegt.

Da nach O. Ruppert in Gelsenkirchen (* D. R. P. Nr. 26 307 vom 17. Januar 1883) in den lothrechten Kanälen der Coppée'schen Oefen in