Text-Bild-Ansicht Band 253

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Die allgemeine Anordnung der Maschine ist in Fig. 12 Taf. 28 veranschaulicht. Unter dem Balken ist eine kleine Dynamomaschine B angebracht, welche von der Kurbelwelle aus getrieben wird und als Elektricitätsquelle während des Ganges der Maschine dient; sie ist mit einem unter dem Cylinder liegenden Sammler A verbunden, welcher hinreichend Elektricität aufnehmen kann, um beim Anlassen die nöthigen Ströme zu liefern. Der Regulator kann sammt den Contactvorrichtungen in beliebiger Entfernung von der Maschine aufgestellt sein, um durch die Erschütterungen derselben nicht beeinfluſst zu werden.

Wenn die Dampfmaschine überhaupt zum Betriebe von dynamoelektrischen Maschinen dienen soll, so kann natürlich der Strom diesen entnommen werden, so daſs die besondere kleine Maschine B (Fig. 12) in Wegfall kommt. In diesem Falle soll auch an Stelle des Centrifugalregulators ein Solenoid verwendet werden, durch welches der ganze erzeugte Strom oder nur eine Abzweigung desselben geleitet wird. Der Gang der Maschine wird dann nicht direkt nach ihrer Geschwindigkeit, sondern nach der Stromstärke geregelt. In Fig. 18 Taf. 28 ist die betreffende Einrichtung angegeben. Der Kern d des Solenoids ist durch einen Winkelhebel mit einer wagerecht geführten und die Contactbürste tragenden Stange verbunden und wird durch eine Schraubenfeder s getragen, bezieh. aus dem Solenoide herausgezogen. Je stärker der Strom wird, um so mehr wird unter Anspannung der Feder der Kern d heruntergezogen und dadurch die Bürste nach links verschoben, was dann einen um so früheren Schluſs des Einlaſsorganes zur Folge hat.

Da bei allen diesen Einrichtungen der von dem Regulator zu überwindende Widerstand sehr gering ist, so wird auch bei richtiger Ausführung eine auſserordentlich genaue Regelung des Ganges der Maschinen erzielt werden.

In Verbindung mit diesen elektrischen Steuerungen will P. R. Allen (* D. R. P. Nr. 25721 vom 14. Januar 1883) einen Registrirapparat benutzen, welcher in Fig. 13 Taf. 28 ersichtlich ist. Oberhalb eines durch ein Uhrwerk oder auch durch die Maschine selbst gleichmäſsig fortbewegten Papierstreifens sind auf wagerechten Führungen zwei kleine Elektromagnete angebracht. Der eine wird von der Kurbelwelle aus mittels einer Herzscheibe so hin und her bewegt, daſs derselbe in verkleinertem Maſsstabe genau die Bewegung des Dampfkolbens nachahmt; der andere ist mit einem Bourdo'schen Manometer verbunden, dessen Rohr an den Ventil- oder Schieberkasten angeschlossen ist, und wird der Aenderung der Dampfspannung entsprechend verschoben. Beide Magnete stehen mit den Contactvorrichtungen der Einlaſsorgane in Verbindung, so daſs beide im Augenblicke des Abschlusses eines derselben erregt werden. Dabei machen dann ihre Anker einen Stich in das Papier. Auf diese Weise wird für jeden Hub der Füllungsgrad und die Spannung im Augenblicke der Dampfabsperrung notirt. Wenn man