Text-Bild-Ansicht Band 253

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den in dem Arbeitsraume brennenden Gaslampen besitzt und wo die Leitung auch für Beleuchtungslampen in anderen Räumen dient, kann der Fall eintreten, daſs der Haupthahn vor dem Eintreffen des mit den Laboratoriumsarbeiten Betrauten geöffnet wird. In allen diesen Fällen wird Gas aus denjenigen Lampen ausströmen, welche beim Schlieſsen des Haupthahnes brannten, und die Bildung von explosiven Gasgemengen veranlassen. Es ist daher durchaus erforderlich, eine Sicherheitsvorrichtung einzuschalten, welche den Gaszutritt in jedem Arbeitsraume, sobald der Haupthahn geschlossen ist, selbstthätig bis zur Auslösung der Arretirung verschlieſst.

Eine solche Sicherheitsvorrichtung ist durch die R. Koch'sche Gaslampe gegeben. Man hat nur nöthig, den Hahn derselben je nach der Anzahl der im Arbeitsraume vorhandenen Gaslampen zu vergröſsern und die Vorrichtung als erstes Glied in die Gasleitung einzuschalten, wie es in Fig. 3 angedeutet ist. So lange diese Lampe brennt, ist der Gaszutritt für den Arbeitsraum freigelegt; wird aber der Haupthahn geschlossen, so schlieſst sich selbstthätig auch der Hahn der Gaslampe und sämmtliche brennende Lampen verlöschen, ohne bei wieder geöffnetem Haupthahne Gas ausströmen zu lassen; erst dann, wenn die Koch'sche Vorrichtung entzündet worden ist, können die Arbeitslampen in Thätigkeit gesetzt werden. Es ist von groſsem Vortheile unterhalb des ⊤-förmigen Metallstückes, auf welchem der Hebel des Hahnes aufliegt, eine die Flammengröſse regulirende Vorrichtung einzuschalten; man öffnet dieselbe anfangs vollständig, um die Spiralen rasch zu erwärmen, und stellt dann die Höhe der Flamme derart ein, daſs die Spiralen nur so erwärmt werden, als es erforderlich ist, um den Hebel in wagerechter Lage zu tragen. Die Fig. 3 zeigt bei d diese von mir angebrachte Vorrichtung zur bequemen Regulirung der Flammenhöhe. Dieselbe verhindert eine übergroſse Anstrengung der Spiralfedern und bedingt eine unbegrenzte Dauer ihrer Wirkung, welche durch starke Vernickelung aller Theile noch vergröſsert wird.

Eine andere von mir in neuester Zeit construirte, vielfach erprobte, selbstthätig wirkende Gasabschluſsvorrichtung beruht auf dem Prinzipe der Quecksilberwippe. Man schaltet dieselbe in diejenige Rohrleitung als erstes Glied nach dem Gasdruckregulator ein, deren Tag und Nacht brennende Gaslampen bei eintretenden Störungen selbstthätig abgeschlossen werden sollen. Fig. 4 veranschaulicht den Apparat in Thätigkeit, bei geöffnetem Gasdurchgangshahne d und brennendem Flämmchen l, Fig. 5 dagegen auſser Thätigkeit, also mit geschlossenem Hahne d und ohne Flämmchen l.

Auf einer eisernen, durch Schrauben befestigten Platte a steht die Säule b, die nahe am Fuſse die Verschraubung cg für die Gaszuleitung trägt und in den Gasdurchgangshahn d mit rechtwinkliger Bohrung endigt, welche den Gaszutritt in die Röhre f vermittelt oder aufhebt. h ist die Verschraubung