Text-Bild-Ansicht Band 253

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ist, wie sämmtliche von mir gefertigten Sicherheitslampen, vor Luftzug durch einen passenden Glimmercylinder geschützt (vgl. Fig. 1).

Um den Apparat in Gang zu setzen, hebt man Röhre s aus den Fassungen or und t, bringt mittels Glasstab einen Tropfen Chloroform in dieselbe, gieſst so viel Quecksilber nach, daſs dasselbe in der Röhre s den in der Fig. 5 schwarz gezeichneten Raum einnimmt, befestigt s in o und t und stellt die Schrauben n derart ein, daſs die Röhre s nach rechts in die Lage der Fig. 5 gebracht wird. Ueber die Erweiterung von s, welche der Wärme von l direkt ausgesetzt ist, schiebt man einen entsprechend langen Drahtnetzcylinder. Man öffnet nun den Gashahn g durch Heben von x, entzündet l und erwärmt die Erweiterung der Röhre s so lange, bis durch das in den anderen Schenkel gedrückte Quecksilber derselben die Lage der Fig. 4 gegeben ist, legt x auf w und vermindert die Flammengröſse durch Hahn k in l derart, daſs das Quecksilber in der Röhre s eine feste Lage eingenommen hat. In dieser Stellung Fig. 4 ist diese Vorrichtung so hergerichtet, um die angeschlossenen Lampen in Thätigkeit zu setzen. So lange das Flämmchen l brennt, so lange brennen auch die Gaslampen; verlöscht dasselbe durch Schlieſsen eines auſserhalb liegenden Hauptgashahnes, so tritt nach kürzester Zeit das Quecksilber aus dem linken in den rechten Schenkel der Röhre s, das Gewicht x wird von w abgeworfen und mit dem Hahne d gleichzeitig die weitere Gaszuleitung abgeschlossen (vgl. Fig. 5), die nur durch Wiederentzünden von l und Einstellen der Wippe s geöffnet werden kann.

Diese Vorrichtung wirkt sehr genau, bedarf keiner besonderen Pflege; die einzelnen Theile sind sämmtlich übersichtlich geordnet und die Einstellung vollzieht sich in kürzester Zeit; ihre Aufstellung beansprucht nur einen kleinen Raum und der Gasverbrauch der sehr kleinen Flamme l ist auſserordentlich gering.1)

Zur Verarbeitung von Paraffin und Ozokerit.

Patentklasse 23. Mit Abbildungen auf Tafel 30.

Die zum Entfärben des Paraffins verwendeten Rückstände von der Blutlaugensalzfabrikation, Knochenkohle u. dgl. halten erhebliche Mengen von Paraffin zurück. Wernecke in Gerstewitz bei Weiſsenfels (* D. R. P. Nr. 27333 vom 27. Oktober 1883) verwendet nun zur Wiedergewinnung dieses Paraffins zwei mit einander verbundene Gefäſse I und II (Fig. 1 und 2 Taf. 30), welche durch einen trichterartigen Boden a und einen Siebboden b in die drei Abtheilungen B, C und D geschieden sind. Flüssigkeitszeiger e und Probirhähne h und i gestatten die Beobachtung der Vorgänge in den Gefäſsen.

1)

Diese Gasabschluſsvorrichtungen werden in den Werkstätten von Dr. Rob. Muencke, Berlin NW., gefertigt.