Text-Bild-Ansicht Band 253

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Im Durchschnitte: Gesammt-Nichtzucker 8,55, kohlensaure Salze 4,46, kohlensaure Alkalien 2,68, kohlensaurer Kalk 1,78, organische Substanz 4,09 bezieh. der Quotient 92,1.

Die vorstehende Tabelle enthält eine Reihe von Zuckerkalk-Untersuchungen für die verschiedenen Fabriken, sowie den Durchschnitt aus 37 Analysen. Die Proben sind dem Betriebe entnommen, im Laboratorium durch Kohlensäure vom Kalke befreit, die erhaltenen Zuckerlösungen eingedampft und zur Krystallisation gebracht. Der eingedickte Saft krystallisirt sehr leicht und vollständig, so daſs die Füllmassen ganz trocken werden. Bei der direkten Verarbeitung des nach dem Fällungsverfahren gewonnenen Zuckerkalkes erhielt die Zuckersiederei Gutschdorf aus 100k Melasse 37k,4 Zucker, die Zuckerfabrik Heilbronn 38k.

Die Arbeitsunkosten, einschlieſslich Verzinsung und Amortisation, betragen für 100k Melasse 3 M.

(Schluſs folgt.)

Zur Herstellung und Verarbeitung von Aluminium.

H. A. Gadsden in London (D. R. P. Kl. 40 Nr. 27572 vom 8. August 1883) stellt zunächst Chloraluminium dar und hieraus das Metall durch Einwirkung von Natriumdämpfen, welche sich durch Erhitzung einer Mischung von kohlensaurem Natrium mit Holzkohle entwickeln und in direkte Berührung mit dem Chloraluminium gebracht werden.

Zu diesem Zwecke mischt Gadsden Korund, Bauxit o. dgl. mit ungefähr 10 Proc. Fluornatrium oder Fluorkalium, welchem eine gleiche Menge Fluorcalcium zugesetzt werden kann. Diese Mischung kann in Tiegel oder auf den Herd eines Röstofens gebracht werden, wo dieselbe bis zum Calciniren erhitzt, dann herausgezogen und zu einem Pulver vermählen wird. Während des Mahlens werden der Masse ungefähr 10 Proc. Holzkohle o. dgl. zugesetzt, das Ganze wird innig mit einander vermischt, in Kugel- oder andere Form geballt und in eine Retorte oder Muffel eingefüllt, in welcher es gebrannt und in eine schwammartige Masse umgewandelt wird. Aus der Muffel herausgenommen und in eine andere Retorte gebracht, läſst man auf diese Masse einen Strom Chlorgas einwirken, um dieselbe in Chloraluminium zu verwandeln, welches dann in einen Behälter überdestillirt wird. Dieses Chloraluminium kann dann in eine andere Retorte gebracht werden, in welcher es in Aluminium umgewandelt wird, oder es kann zunächst in Gasform durch ein Eisendrehspäne enthaltendes Gefäſs geleitet werden, um das Chloraluminium von etwa vorhandenem Eisen zu befreien.

Zur Reduction des Chloraluminiums zu Metall dient ein Ofen, der eine aus Chamotte hergestellte Retorte enthält, in welche die jedesmal zu behandelnde Chloraluminiummenge eingebracht wird und die durch ein Rohr mit einer anderen Retorte bezieh. einem anderen ähnlichen Ofen verbunden ist; durch dieses Rohr streicht ein Gasstrom, der dadurch entwickelt wird, daſs man in eine entsprechend groſse Retorte ungefähr 20 Th. kohlensaures Natron, 16 Th. Holzkohle oder eine gleichwerthige Menge einer anderen Kohlenstoff haltigen Substanz und 5 Th.