Text-Bild-Ansicht Band 253

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auch wenn die Bohrungen s und s1 nicht vorhanden wären; sie sichern jedoch die Kuppelung, wenn durch Undichtigkeiten Dampf in den Raum o eindringen sollte, welcher dann, so lange die untere Mündung von s oder s1 sich über dem Ausströmkanale befindet, abgesaugt wird. Die am Grundschieber befestigten schwachen Schleppfedern f sollen denselben beim Leergange der Maschine halten.

Bei der Anwendung der Einrichtung auf die Meyer'sche Steuerung müssen die Aussparungen in den beiden oberen Platten getrennt angeordnet und durch einen (in der Zeichnung punktirt angedeuteten) ⊔-förmigen Kanal im Grundschieber verbunden werden.

Die Steuerung ist einfach und arbeitet ohne die bei der Farcot'schen Steuerung auftretenden unangenehmen Stöſse, wird dafür aber in der Wirkung nicht ganz zuverlässig und überhaupt nur bei geringen Geschwindigkeiten anwendbar sein.

Westinghouse's bezieh. Willans' elektrischer Regulator.

Mit Abbildungen auf Tafel 34.

Die beiden in Fig. 7 bis 9 Taf. 31 abgebildeten Regulatoren sind für Dampfmotoren bestimmt, welche zum Betriebe von elektro-dynamischen Maschinen dienen, und haben den Zweck, den Gang der Dampfmotoren und dadurch auch den der Dynamomaschinen so zu regeln, daſs die Stromstärke möglichst constant bleibt. Bei beiden ist zu diesem Zwecke wie von P. Allen (vgl. * S. 394 d. Bd.) ein Solenoid benutzt, welches in den Hauptstromkreis oder in einen Nebenkreis eingeschaltet ist und dessen Kern indirekt, unter Zuhilfenahme von Wasserdruck, auf ein in der Dampfleitung befindliches Drosselventil wirkt.

Fig. 7 und 8 zeigen nach Engineering, 1884 Bd. 37 S. 535 den Regulator von G. Westinghouse jun. in London. Der Kern B des Solenoids wird von einer Feder b, deren Spannung durch Schraube und Mutter geregelt werden kann, getragen, und ist mit einer Stange B1 verbunden, deren unteres Ende einen Kolbenschieber V bildet (vgl. Fig. 7). Die in Fig. 8 angegebene höchste Stellung des Kernes und des Schiebers entspricht der Stromstärke Null. Je gröſser dieselbe wird, um so mehr wird der Kern B in das Solenoid hineingezogen und bei einer bestimmten Stromstärke läſst der Kolbenschieber V das bei C eintretende Druckwasser durch d1 hinter den Kolben D2 treten, so daſs dieser vorgeschoben und dadurch das mit seiner Kolbenstange verbundene Drosselventil mehr und mehr geschlossen wird. Dabei wird eine vor dem Kolben befindliche Feder d zusammengepreſst. Durch die in Folge der Dampfdrosselung eintretende Abnahme der Geschwindigkeit der Maschine erleidet auch die Stromstärke eine Verminderung, der Kern B wird durch die Feder b wieder gehoben, der Kanal d1 von C abgesperrt und mit dem Abfluſsröhre