Text-Bild-Ansicht Band 253

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Verbindung bleiben soll. Insbesondere sind Einrichtungen erforderlich, welche eine Drehung der Pfeife in wagerechter Lage um ihre Achse gestatten, andere, welche ein Schwingen der Pfeife in einer durch die Achse derselben gehenden Ebene gestatten, und schlieſslich solche, welche Bewegungen nach jeder Richtung ermöglichen. Alle Apparate besitzen ein Mundstück, mit welchem die Pfeife bequem und luftdicht vereinigt werden kann und das andererseits mittels eines Rohres mit dem Zuführungshahne verbunden ist; dieser wird von Hand oder durch einen Fuſstritt und Hebel geöffnet und geschlossen.

Unter die erste Gruppe der Apparate fällt die in ihrer Form wenig veränderte gewöhnliche Glasbläserbank (Fig. 2 und 3 Taf. 32). An dem 1m,6 langen Sitzbrette sind zwei wagerechte, seitliche Auflagen a für die Pfeife angebracht, deren eine einen Rahmen c mit Gelenk trägt; in der wagerechten Lage wird derselbe von einer Krücke f gehalten. Ein Wagen läuft mit 4 Rollen b auf in dem Rahmen c befestigten Schienen. Ein Halsring e hält das Mundstück d, dessen Einrichtung in Fig. 4 gezeichnet ist. Der Kautschukkegel g ist von einer Kupferhülse umgeben und an seinem breiteren Ende durch ein trichterförmiges Einsatzstück h mit der Hülse i verbunden. Letztere wird auf ein kurzes Eisenrohr geschraubt, welches in einem zweiten Rohre durch eine Stopfbüchse abgedichtet drehbar ist; dieses ist wiederum durch einen Kautschukschlauch mit dem durch einen Fuſstritt regulirbaren Luftzuführungshahne verbunden. Der Gebrauch des Apparates ist sehr einfach: Hat der Arbeiter die nöthige Glasmenge mit dem erhitzten Ende der Pfeife aus dem Hafen herausgeholt, so steckt er letztere rasch mit dem anderen Ende in das Mundstück und rollt dieselbe über die Wangen a hin; kurz er führt alle Bewegungen wie sonst aus und regelt mit dem unter der Bank befindlichen Hahne den Luftzutritt. Hierbei kann der Rahmen c den Bewegungen der Pfeife ohne weiteres folgen.

Fig. 10 Taf. 32 stellt einen Apparat für das Blasen in Formen dar. Derselbe besteht aus einem tragbaren Stuhle f mit drei Stufen und einer seitlich angebrachten Eisenhülse d; in letzterer verschiebt sich ein Rohr c, an dessen oberes U-förmig umgebogenes Ende sich ein Kautschukschlauch mit Hahn b und Mundstück a zur Aufnahme der Pfeife anschlieſst. Bei der Fertigung von Flaschen ersetzt eine mehreren Arbeitern gemeinschaftliche Rampe den Stuhl. Beim Arbeiten selbst wird die Pfeife in herabhängender Lage gehalten und die Formen drehen sich um das Werkstück herum. Dieses Drehen geschieht mittels Preſsluft und soll später besprochen werden.

In Fig. 5 und 6 Taf. 32 ist ein Apparat für Herstellung von Hohlwaare ohne Formen dargestellt. Die Grundform ist ein aus Blech gefertigter Kegelstumpf mit zwei diametral gegenüber liegenden Stützen; die eine trägt das um eine wagerechte und lothrechte Achse drehbare Mundstück a; die andere ist mit einer Gabel versehen, welche der Pfeife