Text-Bild-Ansicht Band 253

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zwischen beiden bleibende Raum c kann mit Asphaltpech ausgefüllt werden, oder auch leer bleiben. Im ersteren Falle, welcher für sehr groſse Verhältnisse geeignet ist, kann das Steingutgefäſs aus mehreren über einander stehenden Theilen gebildet werden. Die obere Oeffnung des Kessels wird mit einem guſseisernen Deckel versehen, welcher die Stutzen zur Verbindung an die Füll-, Druck- und Steigeleitung trägt und auf seiner inneren Seite asphaltirt ist.

Textabbildung Bd. 253, S. 457

Davillé's Abstimmtelegraph.

Der sehr einfache1) Abstimmungstelegraph (vgl. Uebersicht 1875 217 112. 1876 220 268), welchen Saint-Ange Davillé 1881 in Paris ausgestellt hatte, enthält nach der Lumière électrique, 1884 Bd. 11 * S. 354 für jeden Abstimmenden drei Tasten: eine für die Abstimmung mit „Ja“, die zweite für Abstimmung mit „Nein“, die dritte für Stimmenthaltung. Die Empfänger sind dem entsprechend auf den wagerechten Flächen dreier Tische untergebracht. Jeder einzelne Empfänger enthält an einer lothrechten Messingplatte von 8cm Höhe und 10cm Länge einen gewöhnlichen Hufeisenmagnet, dessen Anker auf einer aufrecht stehenden Blattfeder befestigt ist und sich vor den über einander liegenden Polen des Hufeisens befindet; gegen die obere Fläche des Ankers stützt sich in dessen Ruhelage ein zweiarmiger Hebel, welcher an diesem gestützten Ende durch einen Schlitz in einer lothrechten Röhre hindurch greift und innerhalb derselben eine Stimmkugel trägt. Schickt der Abstimmende durch Druck auf die betreffende Taste den Strom eines Leclanché-Elementes durch den Elektromagnet, so fällt die Kugel durch die Röhre herab auf eine geneigte Ebene und zugleich wird ein am oberen Ende des anderen Hebelarmes befestigtes Täfelchen mit dem Namen des Abstimmenden sichtbar. Die auf die schiefe Ebene jedes Tisches herabgefallenen Kugeln rollen auf dieser Ebene herab und gelangen in eine längs geschlitzte schräg liegende Sammelröhre, welche so mit Ziffern beschrieben ist, daſs man durch Ablesen der Zahl bei der letzten Kugel die Zahl der gleichsinnig Abstimmenden erfährt.

Die Empfänger stehen reihenweise auf dem Tische und nehmen deshalb wenig Raum ein. Für den Pariser Stadtrath würden Tische von je 0qm,32, für den Senat von je 1qm und für die Abgeordnetenkammer

1)

Es tritt dies namentlich im Vergleiche mit dem ebenfalls 1881 und auch schon 1878 bei der Allgemeinen Weltausstellung in Paris vorgeführten Abstimmungstelegraphen von Debayeux hervor, der in der Lumière électrique, 1882 Bd. 6 * S. 50 beschrieben ist.