Text-Bild-Ansicht Band 253

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auſsen durch Gummiplatten o gedichtete Schieber n liegen. Die Ueberlaufrohre c in den Ecken der einzelnen Abtheilungen führen das Wasser aus jeder oberen Abtheilung in ein Becken v der darunter befindlichen Abtheilung. Durch die Ablaſshähne h, welche mit diesem Becken in Verbindung stehen, kann jede Abtheilung entleert werden. Die durch Rohr R eintretenden Gase steigen aufwärts durch die Löcher in den Böden und entweichen durch das obere Rohr H. Die durch Rohr w eintretende Waschflüssigkeit wird durch die aufsteigenden Gase gezwungen, durch die Ueberlaufrohre c sich allmählich über alle Böden nach unten auszubreiten, wobei die verunreinigenden Stoffe von dem Wasser aufgenommen werden, um durch das Rohr z abzuflieſsen. Die Differentialmanometer t zeigen den in den Abtheilungen herrschenden Druck an, welcher durch die Stellung der Schieber n beliebig geregelt werden kann.

Der Scrubber von A. Kühnell in Barmen (* D. R. P. Nr. 25356 vom 30. März 1883) zur möglichst vollkommenen Ausscheidung des Theeres und Ammoniaks aus dem rohen Leuchtgase besteht aus mindestens zwei über oder neben einander angeordneten Kammern mit drehbaren, in Wasser liegenden Trommeln von gelochtem Blech. Das Rohgas tritt durch Rohr a (Fig. 9 bis 11 Taf. 33) in die unterste Kammer B, geht durch die Löcher der langsam sich drehenden Trommel c, streicht dann durch das in die Trommel reichende Rohr d in die mittlere Kammer C, durch die Löcher der Trommel f in diese, durch Rohr g in die oberste Kammer D, dann in die Trommel i und entweicht, von Theer und Ammoniak befreit, durch Rohr k. In die oberste Kammer D läuft reines Wasser, welches durch Berührung mit dem zu reinigenden Gase etwas Ammoniak aufnimmt: von der obersten Kammer fällt das Wasser durch ein Ueberlaufrohr n in die mittlere Kammer, verstärkt sich hier, fällt durch m in die unterste Kammer, um von hier, noch mehr verstärkt, durch ein Heberrohr z den Scrubber zu verlassen.

Dasselbe Prinzip liegt dem sogen. „Phönix Washer Scrubber“ von G. Waller und Comp. in London zu Grunde. Nach dem Iron, 1884 Bd. 23 S. 308 ist derselbe, wie aus Fig. 14 und 15 Taf. 33 zu ersehen, durch Zwischenwände a in einzelne Abtheilungen geschieden, in denen sich auf einer Welle befestigte, am Umfange eng mit Latten u. dgl. versehene Scheiben drehen, welche mit der unteren Hälfte in Wasser tauchen. Das bei A eintretende Gas durchzieht die nassen Stäbe der ersten Trommel C, geht durch die Hohlwelle B, wird aber durch die Zwischenwand e gezwungen, aus der zweiten Trommel D herauszutreten, um durch Rohr n zur nächsten Trommel E zu gelangen und schlieſslich bei Z zu entweichen. Das Waschwasser durchflieſst in entgegengesetzter Richtung mittels Rohre v die einzelnen Abtheilungen des Reinigers.