Text-Bild-Ansicht Band 253

Bild:
<< vorherige Seite

verbunden, indem der mit g1 in Contact stehende Metallcylinder i durch Vermittelung des Ringes k, welcher aus einer Mischung von Graphit und Lampenschwarz von geeignetem Widerstände hergestellt ist, mit dem auf der Spindel h sitzenden Cylinder l in leitende Verbindung gebracht ist. Die Bürste g1 ist so gebogen, daſs sie mit irgend einer Schiene des Commutators noch immer in Verbindung steht, wenn die anderen Bürsten dieselbe bereits verlassen haben. Hierdurch wird eine Stromunterbrechung vermieden und da der Strom durch die Einführung des beträchtlichen Widerstandes sehr vermindert ist, so findet auch keine Funkenbildung statt.

Die Wechselstrommaschine von Hopkinson und Muirhead unterscheidet sich von der Gleichstrommaschine nur sehr wenig, auſser durch die bereits angedeutete Spulenstellung nur noch durch einfacheren Commutator. Statt der beschriebenen Spulenform hat Muirhead für die Kernscheibe der Wechselstrom maschine, ähnlich wie Ferranti (vgl. 1883 247 * 450. 1884 251 334), auch die Zickzackform der Wickelung angewendet, die einfacher in der Herstellung und weniger zur Bildung von Selbstinductionsströmen geneigt sein soll.

2) H. J. Haddan in London (* Oesterr.-Ungarisches Patent vom 28. Januar 1882) hat eine Verbesserung an elektrodynamischen Maschinen angegeben, welche durch Veränderung der Stärke der Magnete, zwischen denen der Anker sich dreht, die durch Veränderung des äuſseren Widerstandes in der Maschine entstehenden Stromänderungen auszugleichen sucht, wodurch es möglich werden soll, die Maschine stets mit derselben Umdrehungszahl laufen zu lassen. Die Magnete der Maschine werden geschwächt entweder durch Abzweigen eines Theiles des dieselben erregenden Stromes vor seinem Eintritte in die Magnetspulen, oder durch Ausschalten oder Kurzschlieſsen einiger Theile einer oder mehrerer Spulen, wo dann der Strom eine geringere Anzahl von Umkreisungen um den Kern des Magnetes macht. Durch Veränderung des Widerstandes jener Abzweigung oder durch Veränderung der Anzahl der ausgeschalteten oder kurz geschlossenen Windungen können die Magnete bis zu beliebiger Stärke erregt werden.

In Fig. 6 Taf. 34 sind A die beiden Spulen eines Magnetes einer Maschine. Das eine Ende der dieselben verbindenden einfachen Leitung ist mit der Commutatorbürste B, das andere mit der Klemmschraube P, welche den einen Schluſstheil der Maschine bildet, verbunden, während die andere Klemmschraube N mit der festen Commutatorbürste C in Verbindung steht. Im Punkte P schlieſst sich eine Reihe von Widerstandsspulen a, b, c.. an, welche mittels der Contactstifte oder Knöpfe a1, b1, c1.. hinter einander geschaltet sind. Durch den um g drehbaren, federnden Hebel D kann der Punkt g, welcher mit der Commutatorbürste B verbunden ist, nach Belieben mit den Knöpfen a1, b1, c1.. in Verbindung gebracht werden. Sind nun die Klemmschrauben P und N durch einen