Text-Bild-Ansicht Band 253

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den verschiedenen Maschinen) in dieselben geht. Als constructive Verbesserung ist noch die Vereinigung des Trägers der Hauptwellenlager mit dem unteren Polstücke zu einem Ganzen zu bezeichnen. (Vgl. auch Engineering, 1882 Bd. 34 * S. 500.)

4) Die Maschine von Worms de Romilly, im März 1866 in Frankreich patentirt, sammelt (wie auch J. Gordon und J. Gray, vgl. 1883 249 359) die Foucault'schen Ströme, welche entstehen, wenn eine Metallplatte von groſser Leitungsfähigkeit vor dem Pole eines Magnetes senkrecht zu dessen Achse verschoben wird. Bei einer abwechselnd hin und her bewegten oder rotirenden Scheibe ist der erzeugte Strom, weil derselbe in Folge des metallischen Zusammenhanges der Platte oder Scheibe sich sehr leicht zerstreut, so schwach, daſs derselbe kaum gesammelt werden kann. Um dies zu vermeiden, würde es genügen, eine Folge von einander getrennter Drähte vor dem Magnetpole vorüber zu führen, deren Enden nach einander in dem Augenblicke ihres Durchganges vor dem Pole mit einem festen Leiter in Verbindung treten. Dieser so in jedem Drahte erzeugte Strom kann durch Anwendung mehrerer Magnete wesentlich verstärkt werden. Romilly will nun jeden dieser getrennten Drähte so mit dem benachbarten verbinden, daſs der in dem einen gewonnene Strom dieselbe Richtung hat wie in dem anderen und der nachfolgende den vorhergehenden verstärkt. Um dies zu erzielen, soll eine Platte von weichem Eisen derart mit gut isolirtem Drahte umwunden werden, daſs die Windungen rechtwinklig stehen sowohl zur Verbindungslinie der beiden Magnetpole, zwischen denen die Scheibe kreist, als auch rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der Platte. Die beiden Magnetpole sind gleichnamig, z.B. Nordpole; die weiche Eisenscheibe wird dann die entgegengesetzte Polarität annehmen, also südmagnetisch werden. Beim Durchgange der mit Drahtspulen bedeckten Platte wird auf der einen Fläche der Platte durch den Vorübergang des Drahtes an dem magnetischen Nordpole ein Strom erregt; auf der anderen Fläche der Platte wird in der Drahtspule ein entgegengesetzt gerichteter Strom erzeugt, in Folge des gleichgerichteten Vorüberganges zwischen dem Südpole der weichen Eisenscheibe und dem anderen festen Nordpole. Hiernach können sich alle Ströme, welche um den Kern flieſsen, in jeder Halbspule, in jeder Spule und durch die ganze Reihe von Spulen zu einem Ganzen an einander schlieſsen.

In Ausführung dieses Prinzipes gibt Romilly 3 Arten von Ankern in seiner Patentschrift an, den Ringanker, den Trommelanker und den abgeänderten Ringanker, bei welchem der Draht, auf einem hohen und schmalen Ringe aufgewickelt, den festen Magneten eine breite Fläche darbietet. Die erregenden Magnete sind Stahlmagnete (nicht Elektromagnete).

Der in Fig. 9 Taf. 34 dargestellte Ringanker besteht aus einem Hohlcylinder von weichem Eisen, welcher an beiden Enden offen, an dem