Text-Bild-Ansicht Band 253

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einen jedoch durch Speichen mit der Riemenscheibenwelle verbunden ist. Dieser Cylinder kreist zwischen zwei concentrischen, durch einzelne Magnetstäbe P gebildeten Ringen; dieselben sind auf der einen Hälfte des Umfanges nord-, auf der anderen südmagnetisch. Jede ganze oder halbe Drahtwindung ist mit beiden Enden an ein Metallstück befestigt, welches von einem an den radialen Armen des Cylinders befestigten Holzstücke getragen wird. Die Verbindung der Drähte kann so erfolgen, daſs sie entweder ein starkes Kabel bilden, oder es ist Ende an Ende gelegt, um die elektromotorische Kraft des Apparates innerhalb gewisser Grenzen beliebig verändern zu können.

Beim Trommelanker besteht der weiche Eisenkern aus einem Cylinder mit flachen Enden, welcher auf der Welle entweder durch radiale Arme, oder mit Hilfe mehrerer eingetriebener Holzkeile befestigt ist. Der Cylinder ist umgeben mit parallel zu seiner Achse gelegten isolirten Drähten, welche, immer derselben Richtung folgend, die Enden des Cylinders diametral überspannen und unter sich hinter einander verbunden sind. Die Drähte sind, wie aus der beigegebenen Textfigur ersichtlich ist, so angeordnet, daſs dieselben 6 oder 8 breite, auf dem Cylinder aufliegende Bänder bilden, welche die Stirnflächen des Cylinders so überschreiten, daſs die halbe Anzahl der Drähte jedes Bandes rechts, die andere Hälfte links von der Welle vorüber geht. Dieser Cylinder dreht sich zwischen zwei diametral gegenüber stehenden Magneten, welche ihre entgegengesetzten Pole dem Cylinder zuwenden. Jeder Magnet kann sich bis halb zum Umfange des Cylinders ausdehnen. Mittels eines auf der Welle sitzenden Commutators werden die erzeugten Ströme aufgenommen und als stetiger Strom abgeführt.

Textabbildung Bd. 253, S. 486

Bei dem abgeänderten Ringanker (Fig. 10 Taf. 34) erhält der weiche Eisenkern die Form eines rechtwinklig zur Drehungsebene abgeflachten Wulstes, worauf der Draht in radialer Richtung gewickelt ist; er bildet hiernach eine Scheibe mit einer groſsen mittleren Oeffnung, durch welche einerseits die Drahtwindungen, andererseits die Welle geht. Die Magnete P stehen radial zu jeder Seite der Scheibe, die gleichnamigen Pole einander zukehrend. (Nach Engineering, 1882 Bd. 34 * S. 128.)

5) Die Maschine von J. D. F. Andrews in Glasgow besitzt nach der gleichen Quelle, 1881 Bd. 32 * S. 361 einen cylindrischen Anker aus 1mm,65 starken (Nr. 16 B. W. G.), sternförmig ausgestanzten Eisenblechscheiben, welche dicht neben einander, jedoch durch Lagen von Seidenpapier von einander getrennt, so auf die Welle aufgekeilt sind, daſs die