Text-Bild-Ansicht Band 253

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besteht; der in dem gröſseren Theile erregte Strom wird zur Arbeitsleistung, der in dem anderen Theile erzeugte Strom zur Erregung der Elektromagnete verwendet; dem entsprechend besteht auch der Stromsammler aus 2 Theilen. (Vgl. Engineering, 1882 Bd. 33 * S. 52.)

7) F. J. Plücker hat nach der Revue universelle des Mines, 1882 Bd. 12 S. 400 eine auf der Grundlage des Gramme'schen Ringes beruhende Maschine angegeben, deren Anker aus einer schmiedeisernen, auf der Welle der Maschine befestigten Scheibe A (Fig. 18 Taf. 34) gebildet wird, in welche von beiden Seiten concentrische Nuthen c eingedreht sind, um die in derselben entstehenden Inductionsströme möglichst unschädlich zu machen. Diese Scheibe ist ähnlich wie bei Crompton (vgl. 1883 247 * 488) mit keilförmig gestalteten Drahtspulen b bewickelt, deren Enden von der Mitte der Scheibe in Gestalt eines röhrenförmigen Bündels über die Welle nach den Schienen des Commutators C geführt sind, von welchem der gebildete Strom durch die beiden Bürsten B, B1 abgeleitet wird. Die Spulen der die Scheibe A umgebenden eigenthümlich angeordneten Elektromagnete setzen sich aus je zwei Scheiben von Messingblech zusammen, welche durch die guſseisernen Ränder r vereinigt und mit den ebenfalls guſseisernen, als Polstücken dienenden Platten E versehen sind. Auf diesen Spulen sind die Drahtlagen D, wie aus der Abbildung zu ersehen, so aufgewickelt, daſs dieselben der Bewickelung des Ankers möglichst parallel sind, was durch die gebogene Form der Ränder r begünstigt wird. In Fig. 18 ist der obere Elektromagnet etwas aufgehoben; beim Betriebe liegt derselbe aber dicht auf dem unteren auf, so daſs der Anker allseitig eingeschlossen ist. Auſserdem werden alsdann an die beiden Ränder r die Eisenblechplatten F angeschraubt, wodurch auch die Wickelung D der erregenden Magnete vollständig verdeckt ist. Beim ersten Ingangsetzen der Maschine muſs ein besonderer erregender Strom durch die Spulen der Magnete geschickt werden, während später der in den guſseisernen Polstücken E sowie in den Rändern r zurückbleibende Magnetismus genügt, um die Stromerzeugung anzuregen.

8) Lumley's Maschine enthält nach Engineering, 1883 Bd. 35 * S. 319 einen cylindrischen Anker, der aus einzelnen dünnen, durch schwache Messingplättchen getrennte Eisenblechscheiben von der in Fig. 17 Taf. 34 dargestellten Form besteht. Ueber die vorstehenden Rippen dieser Scheiben sind die Drahtspulen der Länge nach gewickelt. Die beiden sich nach rechts und links erstreckenden Elektromagnete haben guſseiserne Kerne von rechteckigem Querschnitte, welche an den Enden mit den Gestellwänden verbunden sind. Die Lager der Hauptwelle sind in Bügelform an der Mitte der Magnete angeschraubt.

9) Die von C. Fr. Heinrichs in London (* D. R. P. Nr. 17923 vom 5. Mai 1881 als Zusatz zu Nr. 13802, vgl. 1881 242 * 38) angegebene Neuerung bezieht sich auf den Querschnitt des Eisenkernes des Ringankers,