Text-Bild-Ansicht Band 253

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Anstalt in Wetter a. d. Ruhr bei mehreren Maschinen mit recht gutem Erfolge ausgeführt wurde. Der Unterschied gegenüber der gebräuchlichen Construction besteht in der Anbringung von Ueberdeckungsrändern. Das Ventil muſs um die Breite derselben gehoben sein, bevor der Dampfeintritt erfolgen kann. Es wird so erreicht, daſs auch bei den kleinsten Füllungen die Luftbuffer eine genügend groſse Luftmenge ansaugen können, um durch deren Verdichtung ein allzu heftiges Aufschlagen zu vermeiden.

Textabbildung Bd. 253, S. 493

Ferner ist ein sehr rascher Dampfabschluſs erzielt, weil die oben erwähnte Verzögerung der Ventilbewegung durch die Luftbuffer erst nach Schluſs des Ventiles eintritt. Endlich hat diese Einrichtung den nicht zu unterschätzenden Vortheil, daſs auch bei geringster Füllung die ausklinkenden Huborgane der Präcisionssteuerungen mit ziemlich groſsen Flächen zur Wirkung kommen, während sonst in diesem Falle nur die äuſseren Kanten greifen und sich rasch abnutzen.

W. Schnell.

Pumpe von Alphons Reis in Antwerpen.

Mit Abbildung auf Tafel 36.

A. Reis in Antwerpen (* D. R. P. Kl. 59 Nr. 27746 vom 12. December 1883) construirte eine Pumpe mit beweglichem Cylinder und Tauchkolben und ohne Ventile.

Wie aus Fig. 9 Taf. 36 zu entnehmen ist, besitzt die Pumpe ein festes cylindrisches Gehäuse C mit 3 Stopfbüchsen, je eine an jedem Ende und eine in der Mitte. Zwischen diesen liegen 2 ringförmige Aussparungen G, G1 von denen die eine mit dem Saugrohre, die andere mit dem Druckrohre in Verbindung steht. In dem Gehäuse C ist dichtschlieſsend der Cylinder B geführt, welcher am rechten Ende mit einer Stopfbüchse, ungefähr in der Mitte mit einer Scheidewand w und rechts von dieser mit einer Reihe Oeffnungen t versehen ist. Je nachdem fliese Oeffnungen mit den Aussparungen G, G1 des Gehäuses C in Verbindung stehen, je nachdem kann im Cylinder B Wasser angesaugt bezieh. fortgedrückt werden. In dem Cylinder B spielt ein einfacher Tauchkolben A, dessen Kolbenstange an den Kurbelzapfen F der unrunden Scheibe D angeschlossen ist. Die am Cylinder B befestigte Stange umfaſst jedoch mittels eines Rahmens J und daran angebrachter Laufrollen den Rand der unrunden Scheibe D, so daſs sich die Bewegung von B der Scheibendrehung anpassen muſs. Die unrunde Scheibe hat nun eine solche Gestalt, daſs die Oeffnungen t mit der Aussparung G bezieh. dem Saugrohre in Verbindung stehen, wenn der Tauchkolben A durch den