Text-Bild-Ansicht Band 249

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welche in der Art ausgeführt worden sind, daſs die über festgestellte Treibscheiben gelegten, beiderseits belasteten Seile durch allmähliches Steigern des Uebergewichtes an dem einen Seilende in den Zustand des dauernden Gleitens gebracht wurden. Die Seilrinne war in allen Fällen so weit, daſs sich das Seil nicht klemmen konnte. Die Tabelle 1 gibt das mit μ bezeichnete Verhältniſs zwischen dem Uebergewichte Q – P und der Gesammtbelastung Q + P an.

Da die Verhältnisse in Wirklichkeit nie so ungünstig werden können, als sie bei den Versuchen waren, bei welchen die Seile stets unter sehr reichlicher Schmiere gehalten wurden, so kann man mit genügender Sicherheit für die Praxis annehmen bei Anwendung von Drahtseil: auf Eichenholz μ = 0,24, auf Leder μ = 0,25, auf Guſseisen μ = 0,20. Der eigentliche Reibungscoefficient f, der sich aus den Beziehungen μ = (Q – P) : (Q + P) und Q = Pefα ergibt, ist demnach unter Voraussetzung von α = π für Drahtseil:

auf Eichenholz f = 0,158, auf Leder f = 0,163, auf Guſseisen f = 0,129. Die Gesammtbelastung der Treibscheibe ist, auſser von der todten Last L und der zu fördernden Nutzlast F, noch abhängig von dem Seilgewichte bezieh. von der Schachttiefe und es wird daher die Förderung mittels Treibscheibe in allen Fällen erst von einer bestimmten Tiefe an möglich werden.

Nach der Seilstatistik des kgl. Oberbergamtes zu Dortmund ist die übliche Zugspannung S für Stahlseile 12k, für Eisenseile 7k,2 auf 1qmm

Tabelle 2.


Stahlseil mit 10facher Sicherheit auf
Guſseisen Eichenholz Leder
α = 180° 210° 225° 270° α = 180° 210° 225° α = 180° 210°
2 192m 37
1,9 224 74 36
1,8 256 112 32 72 23
1,7 288 149 72 108 63
1,6 320 186 112 144 104
1,5 353 223 152 180 2,3 144

Eisenseil mit 8facher Sicherheit auf
Guſseisen Eichenholz Leder
α = 180° 210° 225° 270° α = 180° 210° 225° α = 180° 210°
2 128m 25
1,9 150 50 24
1,8 169 74 21 48 15
1,7 192 99 48 72 42
1,6 214 124 75 96 69
1,5 235 149 102 120 1,5 96