Text-Bild-Ansicht Band 248

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Primerose: Blaustichiges Rosa von geringerer Lebhaftigkeit widersteht mit Chrom fixirt dem Seifen. Fuchsin: Das beste Resultat gibt Chrom, obgleich dieses auch keine besonders schöne Farbe liefert. Safranin: Wird noch am besten durch Chrom fixirt. Eosin: Dunkelroth mit Chrom; mit Thonerde fixirt ist es nicht widerstandsfähig. Picrinsäure: Gelb mit einem Gemenge von Thonerde und Magnesia, aber ohne Widerstandsfähigkeit gegen Seifen; weder mit Thonerde, noch mit Chrom erhält man ein Resultat. Orange Nr. 2: Wird fixirt durch Mischung von Chrom und Magnesia: Chrom allein bräunt es zu sehr, Magnesia allein fixirt nicht. Phosphin: Gibt mit Thonerde ein Nankingelb, welches kochende Seifen erträgt. Blau 5 B: Ziemlich intensiv mit Chrom, weniger mit Mischung von Magnesia und Chrom, dann aber dem Seifen widerstehend. Methylenblau: Ziemlich dunkel mit Chrom, aber dem Seifen nur widerstehend, wenn mit Mischung von Magnesia und Thonerde fixirt. Indigocarmin: Braucht Thonerde, ist aber ohne Haltbarkeit. Malachitgrün: Die reinsten Töne mit Mischung von Thonerde und Magnesia, die dunkelsten jedoch mit Chrom und Magnesia. Cöruleïn, Violett Poirrier und Orseille mit Chrom. Roccellin: Thonerde, sowie das Gemenge von Chrom und Magnesia geben ein Ziegelroth, welches Seifen nicht widersteht. Binitronaphtol gibt keinerlei Färbung. Bismarckbraun: Chrom gibt echte Farbe. Grau Coupier sowie Indulin: Chrom oder Mischung von Chrom und Magnesia.

Lbr.

[Kleinere Mittheilungen.]

Die Construction der Feuerspritzen.

Trotz der Wichtigkeit und weiten Verbreitung der Feuerspritzen wurden dieselben in der Literatur bisher doch sehr stark vernachlässigt. Allerdings waren die Ansprüche, welche man früher an die Feuerlöschmaschinen gestellt hat, verhältniſsmäſsig bescheidene und dies wohl hauptsächlich mit Rücksicht auf die Beschränkungen, welche man sich bezüglich der Constructionsverhältnisse der Pumpwerke überhaupt auferlegen zu müssen glaubte. Mit der wachsenden Erkenntniſs über das Wesen der Pumpen und in Folge des groſsartigen Aufschwunges, welchen das Feuerlöschwesen in der Neuzeit genommen, haben aber die Anforderungen an die Pumpwerke der Feuerspritzen, namentlich der Dampfspritzen, eine beträchtliche Steigerung erfahren; zugleich wurde auch die Spritzenausrüstung mehrfach dem erhöhten Bedürfniſs entsprechend umgestaltet und verbessert, so daſs sich nunmehr die Literatur der Aufgabe, die an einzelnen Orten gewonnenen Kenntnisse und Erfahrungen zum Gemeingut aller betheiligten Kreise zu machen, für die Dauer nicht entziehen konnte. Es muſs doppelt begrüſst werden, daſs die Befriedigung dieses unleugbaren Bedürfnisses von berufenster Seite unternommen wurde.

Das vorliegende Werk1) von Prof. C. Bach in Stuttgart macht den Leser mit dem augenblicklichen Stand der Spritzenbaukunst, d.h. der Construction der Pumpwerke sowohl, als auch der Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände

1)

Die Construction der Feuerspritzen. Mit einem Anhange: Die allgemeinen Grundlagen für die Construction der Kolbenpumpen. Von C. Bach, Ingenieur, Professor am kgl. Polytechnikum in Stuttgart. 210 S. in gr. 8. Mit 94 in den Text gedruckten Holzschnitten und 36 Tafeln Zeichnungen. (Stuttgart 1883. J. G. Cotta'sche Buchhandlung.)