Text-Bild-Ansicht Band 248

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dem Wärter an, ob die Ladung hinreichend stark ist. Die Beleuchtung ist zwar kostspieliger als die bisherige; doch fällt dies kaum ins Gewicht gegenüber den Vorzügen, welche sie sonst besitzt. Für die in freier Luft auszuführenden Arbeiten kommt während der Nachtstunden ebenfalls elektrische Beleuchtung zur Anwendung und zwar 4 Jablochkoff-Kerzen für jeden Luftkasten.

Brophy's Feuermelder.

Nach dem Scientific American, 1882 * Bd. 46 S. 346 hat sich J. J. Brophy in New-York einen Feuermelder patentiren lassen, mit welchem durch eine in eine Eisenröhre eingeschlossene Stange ein zweites Signalkästchen verbunden ist; in dieser steht eine groſse Lärmglocke, welche durch ein Triebwerk Lärm zu schlagen anfängt, sowie vom Feuermelder aus ein Signal nach der Feuerwache gegeben wird. Durch dieses Lärmschlagen an dem Orte, von wo das Feuersignal gegeben wird, will Brophy die Aufmerksamkeit der in der Nähe befindlichen Personen auf den das Signal Absendenden lenken und dadurch verhüten, daſs unnöthige Signale gegeben werden und betrügerisch die Feuerwache herbeigerufen wird.

E–e.

Verfahren zur Gewinnung von Gold und Silber.

Nach Ch. de Vaureal in Paris (D. R. P. Kl. 40 Nr. 20593 vom 2. März 1882) werden die Antimon, Arsen, Schwefel und Tellur enthaltenden Erze gepulvert, mit Schwefelleber gemischt und bei Luftabschluſs zur Bildung von Natriumsulfosalzen geglüht. Die Schmelze wird mit warmem Wasser, welches die Hälfte der für die Calcinirung verwendeten Schwefelleber enthält, ausgezogen, das Filtrat abgedampft und das so erhaltene Natriumsulfantimoniat mit Eisenfeilspänen geglüht, um Antimonmetall zu gewinnen. Enthält das Erz Gold, so soll die filtrirte Flüssigkeit vor ihrem Eindampfen durch ein kleines Filter gehen, welches mit feinem Sand und gepulvertem Antimon gefüllt ist.

Der nur noch wenig oder gar kein Antimon mehr enthaltende Auswaschrückstand wird bei niedriger Temperatur geröstet, um die Schwefelverbindungen in Sulfate zu verwandeln. Das geröstete Erz wird einer ersten Auslaugung mit Wasser unterworfen, welches 0,2 bis 0,3 Proc. Kochsalz von dem Gewichte des Erzes gelöst enthält. Das entstandene Chlorsilber ist unlöslich, während Kupfer-, Eisen- und Zinksulfat sich lösen. Nach dieser ersten erfolgt die zweite Auslaugung mit Chlormagnesium, in welchem das Chlorsilber sich löst.

Zahl, Einrichtung und Betriebsergebnisse der Zuckerfabriken des deutschen Zollgebietes.





Betriebs-
jahre
Zahl der im betrieb ge-
wesenen Fabriken

Dampf-
maschinen
im betrieb
Saft-
gewin-
nung
mittels


An Rüben wurden verarbeitet
Auf 1 ha wurden
Rüben gewonnen
Zur darstel-
lung v. 100 k
Rohzucker
waren an
Rüben erf.


Zahl
Zu-
sammen
mit
Diffussion anderer
Verfahren

mittels
Duffusion

im Uebrigen

Zusammen
in den
Diffu-
sion
in den
übrigen
Fabriken
e 100 k 100 k 100 k 100 k 100 k 100 k
1871/72 311 1918 18149 52 259 3634736 18874446 22509182 204
1872/73 324 2073 19910 63 261 7194654 24620854 31815508 254 11,92 12,18
1873/74 337 2200 21941 80 257 9632452 25655187 35287639 272 11,69 12,30
1874/75 333 2230 22699 113 220 11858037 15709414 27567451 206 10,43 11,01
1875/76 332 2297 23312 157 175 23350417 18262425 41612842 293 11,44 11,86
1876/77 328 2367 24910 197 131 24025883 11474483 35500366 252 12,14 12,53
1877/78 329 2410 25775 224 105 30603293 10306387 40909680 274 10,60 11,55
1878/79 324 2490 26869 258 66 39663155 6624322 46287477 289 10,78 11,40
1879/80 328 2624 29573 291 37 44609073 3443542 48052615 252 11,69 12,32
1880/81 333 2809 32256 309 24 60597460 2624570 63222030 327 11,34 12,19
1881/82 343 3043 35463 324 19 61024847 1694632 62719479 283 10,44 11,13