Text-Bild-Ansicht Band 248

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die Pendantstange f wird in einer Art Stopfbüchse g geführt und ist von dem Gummiring h umschlossen.

Beim Stellen der Zeiger zieht man die Aufziehkrone möglichst weit aus dem Gehäuse heraus, so daſs die Feder l unter Vermittelung des zweiarmigen Hebels m das Kronrad mit dem Stellrad in Eingriff bringt und nunmehr durch Drehen der dadurch mit dem Aufziehwerk entkuppelten Vorrichtung die Bewegung der Zeiger erfolgen kann.

Schg.

Ueber Geschütze kleinen Kalibers.

Patentklasse 72. Mit Abbildungen auf Tafel 8.

Neben den Kartätschgeschützen haben sich auf den jetzigen groſsen Kriegsschiffen noch Geschütze kleinen Kalibers als wirksames Vertheidigungsmittel gegen feindliche Torpedoboote bewährt. Dieselben haben ein Kaliber von ungefähr 40mm, sind auf leicht beweglichen Karrenlafetten oder auf Pivotlafetten gelagert und mit einer leicht und schnell zu handhabenden Verschluſsvorrichtung versehen, welche sich derjenigen der Gewehre mit Blockverschluſs nähert. Die Munition besteht aus Granatpatronen, deren Verwendung dem Verschlüsse ein charakteristisches Gepräge durch die Anordnung eines Ausziehers für die leeren Patronenhülsen aus Messing gibt.

Der Verschluſs von Th. Nordenfelt in London (*D. R. P. Nr. 18144 vom 28. April 1881) bewegt sich in einem besonderen, an das Geschützrohr angeschraubten Verschluſsgehäuse a (Fig. 14 und 15 Taf. 8), welches aus zwei Seitenwangen und einem Widerlager a1 gebildet wird. Der Verschluſsblock besteht aus 2 Theilen, dem frei um die horizontale Welle c drehbaren Blocke d und dem auf letzterem mittels Schwalbenschwanznuth verschiebbaren Keile e. In dem Verschluſsgehäuse a ist die Welle c gelagert, auf welche auſsen der Handhebel f, innerhalb in einem Schlitze des Blockes d der Hebel g aufgekeilt ist. Durch den Schlitz h im Hebel g tritt ein an dem ebenfalls geschlitzten Keile e befestigter Stift h1 hindurch.

In der gezeichneten Stellung des Hebels f ist der Verschluſs geschlossen. Bewegt man denselben jedoch nach hinten, so zieht der Hebel g mittels des Schlitzes h den Keil e nach unten, bis der Stift h1 gegen das rechte Ende von h stöſst. Dreht man noch weiter, so bewegen sich der Block d und der Keil e um die Welle c und ist hierdurch die Kammer des Rohres frei gelegt. Die Bewegungen des Verschlusses werden durch den in die Nuth n eingreifenden und im Gehäuse a befestigten Stift p begrenzt.

Die Schlag- und Abzugsvorrichtung liegt innerhalb des Keiles e; sie besteht aus dem Hammer i, dem Gelenke k, der Schlagfeder l und