Text-Bild-Ansicht Band 248

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ausgehen, um in dem Flaschenzug d1 zu endigen. Die der Bootform angepaſsten Klampen e klappen nach Lösung eines Hakens um Gelenke herunter, das Boot schwingt dann nach auſsen und zieht die beweglichen Davits nach, wenn das Seil am Flaschenzug nachgelassen wird. Die Handhabung der Davits ist äuſserst einfach und bequem.

Eine für den Gebrauch auf See wohl zu umständliche Anordnung eines Bootsauslegers schlägt R. H. Earle in St. Johns, Newfoundland (*D. R. P. Nr. 18496 vom 3. November 1881) vor. Um das Boot möglichst sicher in das Wasser zu bringen, wird hier der Gebrauch einer Art Schaukel angerathen, mit welcher das Boot so tief in das Wasser gelassen wird, daſs es aus derselben herausschwimmen kann. Diese Schaukel E (Fig. 11 Taf. 10) ist in Gelenken g an einem Rahmen D aufgehängt, welcher selbst um Bolzen d an der Auſsenwand des Schiffes drehbar ist. Die Flaschenzugkloben i der beiden Seitenhänger C sind an die Ansätze k der Schaukel angeschlossen. Fig. 12 gibt Schaukel und Rahmen in aufgezogener Stellung an. Um nun ein Boot niederzulassen, wird zuerst der Rahmen D durch Ausrücken der Sicherungshebel n frei gemacht und dann Schaukel und Rahmen nach auſsen über Bord geschoben, bis erstere frei an den Seilen hängt, so daſs jetzt das Boot klar vom Schiff ist. Die Seitenhänger C konnten der Bewegung nach auſsen folgen, da sie um die Bolzen a, so weit dies die Stützhebel b erlauben, drehbar sind. Werden nun die Seile der Flaschenzüge nachgelassen, so senkt sich der Rahmen um seine Gelenke d, während das Boot die Schaukel stets senkrecht nach unten zieht. Die Bewegung der Schaukel nach auſsen wird durch die gespannten Seile unterstützt, welche, an den Ansätzen k angreifend, ein Schwanken vermeiden sollen. Ist die Schaukel tief genug gesenkt, so kann das Boot herausschwimmen.

Um ein Boot auf dem umgekehrten Wege wieder an Bord zu bringen, bedarf es einer sehr ruhigen See, damit das Boot auch sicher in die Schaukel geleitet werden kann. Das Boot kann auch unabhängig von dem schweren Rahmenzeug ausgesetzt werden. Zu diesem Zweck braucht man nur die Kloben i von der Schaukel zu lösen und am Boote anzubringen.

Eine vortreffliche Construction von M. Bülow in Hamburg (* D. R. P. Nr. 19537 vom 26. Februar 1882) soll den Booten an Bord eine vollkommen seesichere Unterlage gewähren, welche sich aber im Falle des Bedarfes leicht und schnell unter demselben fortziehen läſst, so daſs das Boot an den Flaschenzügen der Auslegarme frei hängt.

Je zwei galgenartige Ständer a sind so verbunden, daſs die Klötze oder Klampen B zwischen ihren horizontalen Schienen durchgleiten können. Fig. 13 Taf. 10 zeigt die Construction der Klötze B aus zwei durch das Gelenk c vereinigten Stücken b, b1, während in Fig. 14 (und in den mit derselben correspondirenden Hälften der Fig. 15 und 16) B aus einem Stück von entsprechender Form hergestellt ist. Durch die Keile d, welche