Text-Bild-Ansicht Band 248

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sie sich an die innere Seite der Hauptfeder anlegen und diese somit unterstützen. Es hat diese Einrichtung den Zweck, die Taschenuhren vor kostspieligen Ausbesserungen – veranlaſst durch die so häufig vorkommenden Federbrüche – zu bewahren; denn indem man die Feder an den wegen der starken Krümmung dem Bruche am leichtesten ausgesetzten, inneren Windungen dünner gestaltet, macht man sie an diesen Stellen auch elastischer. Die dadurch für sich in Bezug auf Zugkraft allerdings geschwächte Feder verstärkt man wieder durch die bereits erwähnten Unterstützungsfedern.

Schlieſslich sei eine Zeigerbefestigung erwähnt, wie sie von /. W. Bell in Conovingo, Nordamerika (* D. R. P. Nr. 21859 vom 7. November 1882) in Vorschlag gebracht ist. Dieselbe soll eine Verstellbarkeit von Zeigern zu einander gestatten, welche auf ein- und derselben Welle sitzen. Es kommen derartige Zeigerverbindungen bei Uhren vor, welche gleichzeitig verschiedene Zeiten angeben. Auſser für wissenschaftliche Zwecke oder für Bahnhöfe u. dgl. sind solche Uhren auch für Reisende empfehlenswerth und es ist gerade für letztere die Stellbarkeit der Uhrzeigerpaare unter Umständen eine sehr bequeme und angenehme Zuthat.1)

Die Verstellbarkeit selbst ist dadurch ermöglicht, daſs man in die Nabe des einen Zeigers eine Nuth (vgl. Fig. 18 Taf. 16) mit schrägen Flächen eindreht und in diese das bei a aufgeschlitzte und daher federnde Auge des anderen Zeigers einlegt, so daſs letzterer durch die Reibung von dem ersten Zeiger mitgenommen wird, von Hand aber – bei Festhaltung des anderen Zeigers – verstellt werden kann. In dieser Weise kann man durch Anbringung von mehreren Nuthen auch die gleiche Anzahl Zeigerpaare kuppeln.

Repetirgewehr von Chr. Spencer in Hartford, Conn., und S. H. Roper in Boston, Mass.

Mit Abbildungen auf Tafel 16.

Dieses in Fig. 15 und 16 Taf. 16 dargestellte Gewehr ist das erste einigermaſsen brauchbare Repetirgewehr mit Blockverschluſs, welches in Deutschland patentirt wurde (vgl. * D. R. P. Kl. 72 Nr. 20728 vom 4. April 1882) und zeichnet sich ganz besonders dadurch aus, daſs das Laden, Spannen und Abfeuern im Anschlage geschehen kann. Die vorliegende

1)

Beabsichtigt also Jemand, sich beispielsweise von Berlin nach Frankfurt und von da nach Paris zu begeben, so würde er ein Zeigerpaar auf Berliner, das zweite auf Frankfurter und das dritte Zeigerpaar auf Pariser Zeit einzustellen haben und er könnte dann in Berlin die augenblickliche Tageszeit an dem goldenen, die Frankfurter an dem silbernen und die Pariser Zeit an dem stählernen Zeigerpaare absehen.