Text-Bild-Ansicht Band 248

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lose auf den Siebböden der Kästen, oder es ist auf besonderen in diese eingesetzten Sieben s ausgebreitet. Der unterste Kasten stützt sich mit den Leisten n auf Daumen der von der Riemenscheibe A durch Schneckengetriebe in langsame Umdrehung versetzten Scheiben d und wird nach einer Vierteldrehung derselben, wenn die nächsten Daumen unter den zweiten Kasten greifen, der unterste immer frei. Das Zwischenstück r verhindert einen gleichzeitigen Hin- und Hergang des Luftstromes in einem und demselben Kasten.

A. Polster in Dresden (*D. R. P. Nr. 14489 vom 21. Januar 1881) hat in seinem Trockenapparate die Levy'sche Anordnung beibehalten (vgl. Fig. 14 bis 15 Taf. 24). Die einzelnen Kästen oder auch Siebrahmen liegen auf den an Gelenkketten befestigten Winkeleisen w. Die Zwischenräume zwischen 2 Winkeleisen sind durch auf die Ketten genietete Flacheisen ausgefüllt, so daſs ein vollkommener Abschluſs der von diesen Ketten gebildeten Wände des Kastens erreicht ist. Die Ketten werden durch das Handrad H unter Vermittlung zweier auf den Achsen der oberen Kettenräder sitzender Schneckenräder von Hand so bewegt, daſs die Siebe entgegen dem bei A eintretenden und bei B austretenden Luftstrome abwärts wandern. Die Siebe oder Trockenrahmen werden auf die Winkeleisen so aufgelegt, daſs abwechselnd links und rechts Oeffnungen R (Fig. 14) frei bleiben, welche den Durchzug der Luft im Sinne der Pfeile gestatten. Der unterste Siebrahmen fällt immer aus den Ketten heraus auf den mit Rollen i versehenen Boden, welchen Gegengewichte s in gehobener Stellung erhalten, so daſs er für gewöhnlich den Schacht unten schlieſst. Sind aber 1 oder 2 Siebe herabgefallen, so senkt sich durch deren Uebergewicht der Boden und können die betreffenden Siebe zur Seite herausgezogen werden, wobei die Rollen i dieses Ausziehen erleichtern.

Für den Fall, daſs die Trockenluft nur zeitweilig abgeführt werden soll, also dieselbe Luft mehrere Male hinter einander denselben Kasten durchzieht, hat Polster an seinem Apparate die in Fig. 13 Taf. 24 skizzirte Einrichtung (*D. R. P. Zusatz Nr. 20232 vom 7. März 1882) getroffen. Die Kästen oder Gestelle A, in denen das zu trocknende Material (z.B. Pappe) auf Sieben liegend sich befindet, sind ähnlich wie vorhin, jedoch nur immer einer um den anderen und stets auf derselben Seite an dem nicht durchlässigen Boden mit Aussparungen zum Durchgange des Luftstromes versehen und erhalten eine Bewegung nach aufwärts, welche absatzweise durch die ebenso wie bei der Schimmel'schen Maschine bewegten, mit Rollen versehenen, rechtwinklig gestellten Hebedaumen m und m1, n und n1 bewerkstelligt wird. An der den Bodenöffnungen der Kästen A gegenüber liegenden Wand des Schachtes münden, abwechselnd um eine Kastenhöhe über einander verstellt, die Saug- und Blasrohre der Ventilatoren b bezieh. b1 ein. Die bei a oben eintretende warme Luft nimmt bei der in Fig. 13 gezeichneten Stellung der Kästen ihren