Text-Bild-Ansicht Band 247

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nun von einem einzigen Griff aus von Hand regulirbar. Die Jalousieklappen münden gegen einen Kanal, welcher Auſsenluft herbeiführen kann. Durch Drehen am Griff um je 90° werden folgende Verstellungen erzielt: 1) Jalousieklappen geschlossen, Auſsenluft abgesperrt, beide vordere Schieber offen; Zimmerluft circulirt durch die letzteren, somit rasches Anheizen. 2) Jalousieklappen geöffnet in schräger Stellung gegen die Schlange, vorderer oberer Schieber offen, unterer zu; frische Auſsenluft strömt in den Kasten, erwärmt sich und zieht nach dem zu heizenden Zimmer, somit Heizung mit Ventilation. 3) Jalousieklappen offen in horizontaler Stellung nach dem unteren vorderen Schieber, welcher offen, oberer Schieber zu; frische Auſsenluft zieht direkt nach dem Zimmer, wo sie durch einen Kamin abgesaugt wird; somit Ventilation ohne besondere Heizung. Diese Stellung wählt man hauptsächlich im Sommer, aber auch, um das Zimmer abzukühlen, wobei dann der Dampf abgesperrt wird.

Eine dieser beschriebenen Einrichtung ähnliche hat sich A. Bechem in Hagen i. W. (* D. R. P. Nr. 19000 vom 22. Januar 1882) patentiren lassen. Der eigentliche Heizapparat A (Fig. 6 Taf. 3) beliebigen Systemes ist von einem mit schlechtem Wärmeleiter angefüllten, doppelwandigen Kasten B umgeben, dessen Deckel C in einem Gelenk von auſsen durch einen Kurbelmechanismus gedreht werden kann. Ein Auſsenluft zuführender Kanal F mündet gegen eine gelochte Platte und ist durch den Schieber G vom Zimmer aus stellbar. Den ganzen Apparat umgibt ein guſseiserner durchbrochener Mantel L. Bei geschlossenem Deckel C, wird die im Kasten enthaltene Luft stark erhitzt; durch das Oeffnen des Deckels erfolgt somit ein rasches Anheizen des Zimmers. Das weitere Heizen kann dann mit Ventilation durch die Auſsenluft geschehen, welche durch das gelochte Blech gegen den Heizapparat strömen wird. Bei geschlossenem Deckel und Schieber hört Wärmezufuhr und Ventilation sofort auf. Die Einrichtung ist einfach und zweckmäſsig.

A. Wolpert's Jalousie-Ofenmantel und Ofenschirm. Der erstere soll die Vortheile der verschiedenen Heizwirkung eines vollen und durchbrochenen Ofenmantel vereinigen. Ein Ofen ohne Mantel oder mit durchbrochenem Mantel erzielt ein rasches Anheizen; vollwandige Ofenmäntel vermeiden jedoch theilweise die beim weiteren Heizen lästige Strahlung. Wolpert wendet nun horizontal gelagerte Jalousieplatten an, kann also damit die Wärmeausstrahlung nach bestimmten Punkten, z.B. nach dem Fuſsboden hin, vorzugsweise zur Wirkung gelangen lassen. Es werden diese Mäntel besonders für hohe Räume, hauptsächlich auch für solche empfohlen, deren Heizung oft ausgesetzt wird. Statt der Jalousiemäntel kann man auch Jalousie-Ofenschirme anwenden.

P. Käuffer's Ventilationsapparat arbeitet mit vorgewärmter frischer Luft, welche derselbe ansaugt, und bewirkt auch ein Absaugen der verdorbenen Luft. Wie Fig. 7 Taf. 3 zeigt, zieht die schlechte Luft durch