Text-Bild-Ansicht Band 247

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den Buffern 2430mm; ihre Höhe beträgt von Schienenoberkante bis Mitte Buffer 765 und bis Oberkante des Verdecks 1040mm. Da die Locomotive nicht gedreht werden soll, ist an beiden Enden ein Sitz für den Locomotivführer angebracht. Die Dynamomaschine mit etwa 900 Umdrehungen in der Minute führt den Strom durch ein Kabel in den Schacht und durch eine ähnliche Rückleitung wieder heraus. (Deutsche Bauzeitung, 1882 S. 573.)

Photo-elektrische Batterie.

J. J. Borgmann (Chemisches Centralblatt, 1882 S. 738) verwendet mehrere in einem geschwärzten Kasten mit verschiebbaren Wänden befindliche ∪-Röhren, welche mit 2procentiger Schwefelsäure gefüllt und deren nach einer Seite liegenden Schenkel dauernd vor Licht geschützt sind. In die Säure tauchen silberne, auf elektrolytischem Wege oberflächlich jodirte Platten. Durch Einwirkung des Lichtes entsteht ein elektrischer Strom.

Zur Elektrolyse von Salzlösungen.

Um zu untersuchen, ob bei der Elektrolyse von Salzlösungen das Salz oder das Wasser allein, oder aber beide gleichzeitig eine Zersetzung erleiden, führte G. Janecek (Chemisches Centralblatt, 1882 S. 737) Zersetzungen wässeriger Chlorkaliumlösungen aus, wobei sich ergab, daſs die Menge des in der Zelle ausgeschiedenen Kaliums geringer ist als die des Silbers aus geschmolzenem Silbernitrat in Voltameter, was unter Berücksichtigung des Faraday'schen Gesetzes nur dann möglich ist, wenn auch das Lösungsmittel primär zersetzt wird.

Ueber die Gewinnung der Metalle aus Erzen durch Elektrolyse.

Blas und Miest (Chemical News, 1882 Bd. 46 S. 121) machen den Vorschlag, die Schwefel, Arsen und Antimon haltigen Erze derb oder gepreſst als Anoden in betreffende Metallsalzlösungen zu hängen. Die Metalle schlagen sich am negativen Pole nieder, Schwefel, Arsen, Antimon und Gangart bleiben an der Anode zurück (vgl. 1882 246 327).

Ueber den Einfluſs der Kulturmethoden auf Menge und Güte der Rübenernte.

G. Marek hat Versuche darüber angestellt, wie die einzelnen, einerseits dem Handbetrieb und dem kleineren Wirthe angepaſsten und andererseits auf gröſseren Flächen mit Benutzung von Maschinen und Spanngeräthen zur Anwendung gelangenden Kulturmethoden unter möglichst gleichen Verhältnissen sich in Hinsicht auf Erntemenge und Beschaffenheit der Rüben verhalten. Die im J. 1879 ausgeführten Versuche ergaben folgende Resultate:



Kulturverfahren
Mittel-
gewicht
1 Rübe
Sp. Gew. Trocken-
substanz
Polarisa-
tion
Nicht-
zuckergehalt
Reinheits-
quotient
Stammer's
Werthzahl
Ernte für 1ha Zucker
für 1ha

Wurzel
Blätter
und
Köpfe
g k k k
Drillkultur1) 599,6 1,060 14,666 12,55 2,116 85,572 10,9 61868 40340 6744
Maschinen-
kammkultur

632,7

1,063

15,371

13,24

2,131

86,136

11,4

66000

33050

7484
Dibbelkultur 1305,7 1,060 14,666 12,55 2,116 85,572 10,9 57669 29704 6286
Drillkultur 950,7 1,063 15,371 12,24 3,131 79,630 9,5 61939 38333 5884
Handkammsaat 981,7 1,062 15,139 12,60 2,539 83,228 10,4 62349 31485 6484
Handflachsaat 1070,7 1,059 14,428 12,42 2,008 86,082 10,6 61219 32397 6481

Im J. 1880 wurden 16 Flach- und 16 Kammkulturversuche, im J. 1881 je 14 solcher Versuche ausgeführt. Dieselben ergaben im Mittel:

1)

Mit besonderer Verwendung der Hackmaschine.