Text-Bild-Ansicht Band 247

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Hauben behufs Reinigung der Röhren zu vermeiden, ist in der oberen Haube über jeder Röhre ein mittels Schraubenbolzen verschlieſsbares Loch angebracht. In dem Maſse, als sich der Dampf auf seinem Wege zu Wasser verdichtet, kann auch der Durchströmungsquerschnitt für denselben allmählich kleiner genommen werden. Dem entspricht es, daſs hier der bei T eintretende Dampf zunächst durch zwei und später durch nur eine Längsreihe der Röhren geführt wird. Auſserdem sollen die Röhren der ersten Reihen, da diese sich am leichtesten durch Fetttheilchen verstopfen, einen gröſseren Durchmesser als die übrigen erhalten. Das sich in der unteren Haube ansammelnde Wasser flieſst durch U ab. Mit Hilfe eines Ventilators wird die Luft in der Richtung der Pfeile Fig. 2 durch das Röhrenbündel gesaugt.

Auch bei den in Fig. 3 bis 6 Taf. 5 veranschaulichten, für Straſsenbahnlocomotiven bestimmten Einrichtungen von Th. Robertson jun. in Glasgow (* D. R. P. Nr. 18264 vom 7. August 1881) soll Luftkühlung zum Niederschlagen des Abdampfes (ohne Druckverminderung) benutzt werden, jedoch in einer Weise, welche den Einspritzcondensatoren entspricht. Der Dampf wird durch ein weites Rohr E in einen Wasserbehälter geleitet, soll aber auf dem Wege dahin durch eingepreſste Luft zum gröſsten Theil condensirt werden. Zu dem Zweck ist ein Theil des Rohres E mit einer groſsen Anzahl feiner Bohrungen (vgl. Fig. 3 und 5) oder eingesägter Schlitze (vgl. Fig. 1) versehen und mit einem Mantel k umgeben, in welchen mittels eines Ventilators Luft eingetrieben wird. Die Löcher sollen schräg durch die Rohr wand gehen, wie in Fig. 3, damit die durchströmende Luft zugleich eine saugende Wirkung auf den Dampf ausübe. Um diese noch zu verstärken, ist am Ausgang des durchlöcherten Rohrtheiles ein Ringspalt p (Fig. 5) angebracht. Auch an dem in das Wasser eintauchenden Ende des Dampfrohres kann, wie Fig. 3 zeigt, die Durchlöcherung in Verbindung mit dem Mantel angeordnet werden. Unterhalb der düsenartigen Mündung ist ein Trichter q und Vertheilungsschirm r zur Beförderung der Wasserströmung eingehängt. Durch die Oeffnung w kann stets Luft in das Abdampfrohr eindringen, damit, wenn der Dampf von den Cylindern abgesperrt ist und in diesen eine Verdünnung eintritt, das Wasser aus dem Behälter nicht in die Cylinder eindringen kann. Bei der Anordnung Fig. 6 sind in das Abdampfrohr zwei kegelförmige ummantelte Theile und zwischen beiden enge Röhren l eingeschaltet, welche möglichst dem freien Luftzuge auszusetzen sind. – Der nicht condensirte Dampf (dies wird wohl die gröſste Menge sein) soll nach der Patentschrift in den Feuerraum geleitet werden, um zur Zugbeförderung zu dienen.

In den Fig. 7 bis 9 Taf. 5 ist ein Condensator von C. Wigand in Bielefeld und F. Becker in M.-Gladbach (Erl. * D. R. P. Nr. 7362 vom 19. November 1878) abgebildet, bei welchem Wasser- und Luftkühlung vereinigt sind. Zwei gewöhnliche Röhrencondensatoren A und B sind