Text-Bild-Ansicht Band 247

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des Condensators gelegt. Um denselben während des Betriebes nachsehen und reinigen zu können, ist nur nöthig, zwischen der oberen Flansche des Cylinders A und dem darauf gesetzten ⊣-Stück D eine Platte einzuschieben, das ⊣-Stück oben zu öffnen und ein Rohr auf dasselbe zu schrauben, durch welches dann der Dampf auspuffen kann. Am Sockel C sind Reinigungsklappen g angebracht.

Bei Wasserhaltungsmaschinen und anderen Dampfpumpen ist die Wassersäule im Saugrohr zur Unterhaltung einer Verdünnung im Condensator sehr geeignet. C. Hilt in Kohlscheid bei Aachen (* D. R. P. Nr. 865 vom 2. Oktober 1877) benutzt hierbei die in Fig. 14 bis 16 Taf. 5 abgebildete Einrichtung, aus einem in das Saugrohr eingesetzten Düsensystem und einem Einspritzcondensator bestehend. Der Abdampf tritt durch das Rohr G in den Topf A ein, in welchen durch die Brause H Wasser eingespritzt wird. Je nach der hierfür zur Verfügung stehenden Wassermenge wird in A ein gröſserer oder geringerer Theil des Dampfes niedergeschlagen. Der Rest gelangt mit der ausgeschiedenen Luft durch das Rohr K in die Düsen, wird hier durch die aufsteigende Wassersäule angesaugt und mit in den Saugwindkessel geführt, wobei der Dampf vollends condensirt wird. Das in A aus dem Dampf sich bildende Wasser flieſst mit dem Einspritzwasser durch M aus und wird gleichfalls von dem Wasser im Saugrohr mitgerissen. Damit beim Stillstand der Maschine durch G kein Wasser in dieselbe gelangen könne, ist vor der Mündung von G eine Klappe R angebracht.

Für eine gute Wirkung der Vorrichtung ist es wichtig, daſs der Einspritzcondensator nicht zu klein und die Röhren nicht zu eng sind; ersterer soll mindestens einen Inhalt gleich dem halben Cylindervolumen haben und der Querschnitt des Saugrohres soll um 50 Procent grösser genommen werden als der des Druckrohres. Der Düsenapparat ist auch früher schon bei Wasserhaltungsmaschinen verwendet worden; doch wurde damit immer nur eine mangelhafte Verdünnung erreicht. Durch die Hinzufügung des Einspritzcondensators wird die Wirkung bedeutend verbessert sein.

Ein Condensator ganz eigener Art ist der in Fig. 17 und 18 Taf. 5 dargestellte rotirende Apparat von Th. Elcoate in Newcastle-upon-Tyne (* D. R. P. Nr. 17781 vom 27. September 1881). Derselbe gleicht einer Centrifugalpumpe mit hohlen Flügeln und hohler Welle. Auch die Wirkungsweise ist im Wesentlichen die einer Centrifugalpumpe mit dem einzigen Unterschiede, daſs das angesaugte Wasser hier zugleich den Dampf niederschlagen und mitreiſsen soll. Der Innenraum jedes Flügels ist durch eingesetzte Bleche in drei Kanäle getheilt; durch den mittleren strömt der Dampf, durch die äuſseren das Kühlwasser. In die Hohlwelle, welche in der Mittelebene des Flügelrades mit einer Scheidewand versehen ist, tritt der Dampf von der einen Seite, bei P, ein, um durch die Oeffnungen H in die Flügel zu gelangen, während das