Text-Bild-Ansicht Band 247

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Kühlwasser auf der anderen Seite bei O zuströmt und durch die Oeffnungen S in die Flügel einflieſst. Die Dampfkanäle in den Flügeln verengen sich nach dem Umfang hin und bilden an der äuſseren Mündung einen engen Spalt, durch welchen der theilweise condensirte Dampf sammt der ausgeschiedenen Luft in das Kühlwasser übertritt. Das ganze Gemisch wird schlieſslich durch die Mündung R des Gehäuses ausgeworfen. Der Apparat wirkt hiernach zugleich als Condensator, Luftpumpe und Kaltwasserpumpe. Ob indessen mit demselben eine wesentliche Verdünnung im Abdampfrohr erreicht werden kann, dürfte zweifelhaft sein.

Zum Schluſs mag noch der in Fig. 19 und 20 Taf. 5 nach der Revue industrielle, 1881 S. 24 dargestellte „Anlaſs-Ejector“ von G. Rodger in Barrow-in-Furness erwähnt werden. Derselbe wird namentlich auf Dampfschiffen benutzt, um beim Anlassen der Maschine sofort, ehe dies sonst durch die Luftpumpen möglich ist, den Condensator zu entleeren. Der Ejector kann in jeder beliebigen Stellung mittels der Flansche a an dem Condensator befestigt werden. Wird dann kurz vor dem Anlassen der Maschine ein Dampfstrahl durch die Düse d geblasen, so saugt derselbe in kurzer Zeit den Condensator aus. Man kann bei dieser Einrichtung das sonst viel benutzte Verfahren, den groſsen Cylinder der Compoundmaschinen zunächst auch mit hoch gespanntem Dampf arbeiten zu lassen, vermeiden.

Whg.

J. Dickinson's Kurbelwelle.

Mit Abbildung.

Bei der nebenstehend nach Engineering, 1882 Bd. 34 S. 406 veranschaulichten Kurbelwelle von J. Dickinson in Sunderland bilden die beiden Arme C mit dem Zapfen D ein besonderes Stück. An den Wellenenden sind Flanschen B angeschmiedet, welche in entsprechende Vertiefungen der Arme eingreifen. Durch eine Anzahl kräftiger Bolzen E werden die Theile zusammengehalten. Arme und Zapfen werden hierbei in der Regel aus Guſsstahl hergestellt.

Textabbildung Bd. 247, S. 54

Neuerungen an Ausrückvorrichtungen.

Mit Abbildungen auf Tafel 6.

Prof. Jos. Pechan brachte im J. 1878 eine Abhandlung über Differentialbremsen und deren Anwendung für Kupplungen zwischen Motoren