Text-Bild-Ansicht Band 247

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der Drehachse der Zapfen liegt. Einer der Drehzapfen steht in fester Verbindung mit einer viereckigen Scheibe F, welche dazu dient, mit Hilfe der Blattfeder G den Treiber in zwei um 90° gegen einander versetzten Stellungen festzuhalten. Der Mitnehmer ist aus zwei im Gelenk H drehbar verbundenen Theilen zusammengesetzt, der Schiene E, welche um den festen Bolzen J schwingt, und dem Stifte K, der eine doppelte Bewegung ausführen kann, indem er um den Zapfen L drehbar und gleichzeitig in einer Oese desselben verschiebbar ist. Dieser Verschiebung widersetzt sich eine Spiralfeder.

Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Steigt der Druck zwischen Mitnehmer und Treiber über das zulässige Maſs, so wird die Spiralfeder zusammengedrückt, indem der Mitnehmer E sich in seinen Gelenkpunkten dreht; dadurch rückt der Angriffspunkt der Kraft in der Richtung gegen die Welle über die Drehachse des Vierkantes hinaus und es erfolgt ein Kippen desselben. Die Blattfeder setzt dieser Drehung kein Hinderniſs entgegen, da die eine Ecke der Scheibe F concentrisch zum Drehzapfen abgerundet ist. Bei der nun folgenden Drehung der Leerscheibe B gegen die Scheibe C kommt auch ein neben dem Mitnehmer festgeschraubter Daumen M mit dem Treiber in Berührung und legt denselben vollends um 90° um. Die Verbindung zwischen den beiden Antriebsscheiben ist dadurch aufgehoben, denn Daumen M und Mitnehmer E können frei an dem Treiber vorbeigehen. Die Scheibe C bezieh. die Arbeitsmaschine bleibt stehen. Um die Kupplung während des Ganges wieder einrücken zu können, ist an einer mit der Scheibe C verschraubten Schiene N ein kleiner Handhebel angebracht, der von einer Feder in der gezeichneten Lage gehalten wird. Dreht man denselben so weit, daſs er eine Verlängerung der Schiene N bildet, so erfaſst die an ihm befindliche Knagge O den herankommenden Zapfen an der Scheibe F und dreht das Vierkant wieder in seine alte Lage. Diese letztere Handhabung des im übrigen sehr sinnreichen Apparates bildet allerdings dessen schwache Seite, da bei der im nächsten Augenblicke stattfindenden Berührung zwischen Treiber und Mitnehmer ein Stoſs auftritt, der auf den vielgliederigen Mechanismus nachtheilig einwirken muſs.

Ueber Neuerungen an Torpedobooten.

Patentklasse 65. Mit Abbildungen auf Tafel 6.

Die Ausbildung der durch ihre furchtbaren Wirkungen in Form von Seeminen als Verteidigungswaffe bekannten Torpedos zur Angriffswaffe begann im letzten Kriege zwischen den Nord- und Südstaaten von Nordamerika, nachdem allerdings schon lange Jahre zuvor derartige Versuche gemacht worden waren. So scheint die erste Verwirklichung des Gedankens, Torpedos mittels kleiner Boote an die zu zerstörenden Schiffe